Re: Odilles Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern (Allgemein)
Liebe Odille,
danke für Deine Antwort. Ich zitiere mal ganz ausführlich:
Du hast mich missverstanden. Ich sehe meine Sicht der Dinge darauf nicht als "üben" an.
Sondern - ich werde besser, lerne mehr, manchmal "nur" über Männer oder aber meist mehr über mich, meine Wünsche und Bedürfnisse, meine Rolle als Frau und meinen Umgang mit meiner Weiblichkeit in Bezug auf die partnerschaftliche Interaktion.
Die kann ich mir nämlich in aller grauer Theorie noch so schön zusammenreimen - letztlich kann ich nur herausfinden, wen oder was ich will, wenn ich mich überhaupt auf Nähe mal bereit bin einzulassen.
Und um zu lernen, wer oder was "die falschen" Männer für mich sind - auch das hab ich nur durch Erfahrungen mit eben diesen Männern gelernt. Und wie schon gesagt, eben auch eine ganze Menge über mich. Ich habe sie mir bewusst ausgesucht - es gibt da meines Erachtens - auch in der Partnerwahl keine "Zufälle".
Autofahren lernt man auch nur durch Fahrpraxis.
Ich glaube nicht, dass ich Dich grundsätzlich missverstanden habe. Eher ist es so, dass ich den Begriff "üben" viel weiter fasse als Du. Scheinbar so weit das es mir als selbstverständlich erscheint, auch das "lernen" darunter zu fassen-> Übung macht den Meister. Grade Dein letzte Satz ist für mich ein schöne Bebilderung des Mythos.
Nun, ich sag es mal so: Ich bin mir sehr sicher das du einiges was Du erfahren hast schon vorher wusstest. Die meisten Menschen wissen besser was ihnen gut tut, als sie sich eingestehen können. Eine gelebte Beziehungserfahrung gibt Ihnen aber scheinbar erst das Recht "Nein" zu sagen. (Nein, keinen Kettenraucher, nein, keinen der nie mehr als zwei Emotionen pro Woche zweigt) Um Deine schöne Analogie aufzugreifen: Nein, den Wagen bin ich schonmal gefahren, ich weiß das ich den nicht mag.
Ein einfaches: "Bin ich zwar noch nicht mit gefahren, aber beim Reinsetzen (Erstes Date) hab ich mich einfach nicht wohl gefühlt" erscheint als zu irrational. Zu wenig vom modernen Mythos beseelt.
Sorry, wenn ichs so prakmatisch sehe. Aber ich hab auch genug Beispiele im Bekanntenkreis von Leuten, die sich jahrzehntelang auf überhaupt nur irgendetwas eingelassen haben, was in Richtung Beziehung geht, mit der Begründung auf den oder die richtige noch zu warten. In Wahrheit - so erscheint es mir - war das aber eher eine generelle Beziehungsangst, die sie in sich verspürten.
Da kann ich Dir recht geben: es ist ein schmaler Grad zwischen auf die eigenen Gefühl zu hören und aus Angst das man nicht mehr zurück kann kalte Füsse zu bekommen.
Sonst hätt ich es ja mit den Worten von Mae West (wars diese Diva oder eine andere?) gesagt: "Bis Du den richtigen triffst, kannst Du mit den Falschen auch viel Spass haben". (wobei da für mich auch ein Quentchen Wahrheit drin ist - und das meine ich nicht so oberflächlich wie sich das jetzt vielleicht anhört.
Verletzungen sind nun mal immer ein "Risiko" wenn man bereit ist, sich auf zwischenmenschliches einzulassen.
Ich stelle beides im Geiste gegenüber und merke, im Zitat ist von Spass die Rede, Dir fallen leider zu vergangen Beziehungen zu erst die Verletzungen ein. Vielleicht doch lieber mit Sicherheitsgurt fahren?
Ich riskier das trotzdem weiterhin gern - habe aber gerade eben auch durch die Verletzungen gelernt, achtsamer mit mir, meinen Bedürfnissen und dadurch in meiner Männerwahl besser zu sein.
Ich wünschte, Du hättest ohne Verletzungen lernen dürfen achtsamer mit Dir zu sein. Ich finde, jeder Mensch sollte achtsam mit sich umgehen, auch ohne das ihm seine Verletzlichkeit vor Augen geführt wurde. Wobei ich betonen muss, man kann auch den tollsten und liebsten Mann kennen lernen, der einen ja ach so respektiert, und doch bitter enttäuscht werden. Dafür brauchte es noch nie einen modernen Mythos, das ist Teil des Lebens. Und ich merke auch schon im allerersten Posting, dass Du sehr zufrieden bist mit dem wie Du Deine Entscheidungen triffst, und wie Du die Dinge angehst und bewertest. Das ist das wichtigste.
Ich wollte nur aufzeigen, welchem Bären ich früher aufgessen bin.
Grüße,
Heidi
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Xandria,
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