Herzlichen Dank (Allgemein)

Xandria, Freitag, 05.03.2010, 20:14 (vor 5805 Tagen) @ Xandria

für eure vielen Antworten und den darin enthaltenen Anregungen. Ich bin sie nicht im Einzelnen durchgegangen, aber was mir eh am meisten geholfen hat ist zu erkennen, dass ich nicht die Einzige bin, die so etwas tut. Aus welchen Gründen auch immer man es tut.

Einige Punkte aus meinem Anfangsposting wollte ich noch klarstellen.

Die Einsamkeit in der Kindheit: Sie ist nicht absichtlich von irgendjemanden herbeigeführt worden. Ich fühlte mich einsam und isoliert, was auch daran liegen mag, dass ich als Kind sehr sehr schüchtern war, dann waren meine Oma und meine Mutter (meine Hauptbezugspersonen) eben auch sehr ängstlich und wollte mich nicht weg lassen, weil sie befürchteten, dass mir was passieren könnte (Vergewaltigung - eine ihrer Hauptängste). Dann wohnte wir ziemlich außerhalb - naja und so kam es dann bei mir zu dem Gefühl von Isolation.

Heute habe ich wenige, aber beständige Sozialkontakte. Ich sehe mich selbst eher als Einzelgängerin im positiven, wie auch im negativen Sinne. Ich bin keine Person, die auf ewig mit anderen Zusammenglucken kann. Auch wenn ich Kontakt nach außen habe, kann es sein, dass ich mich nicht regelmäßig melde, mich zurückziehe. Positiv gesehen bin ich dadurch unabhängig und kann besser über mich selbst und meine Zeit bestimmen. Die Kehrseite der Medaillie ist natürlich wieder die Einsamkeit. Nähe und Distanz für uns Messies per se ein großes Thema, oder?

Meine Therapeutin ist nicht auf die Sache eingegangen, weil ich sie auch NICHT RICHTIG zur Sprache brachte. Ja, das muss ich zugeben. Denn mein Anfangsposting war das 1. Mal, dass ich Worte gefunden habe, die WIRKLICH beschreiben, wie die Sache mit meinen "Phantasiefreunden" wirlich ist. Ich habe als ich im Internetcafe nach dem Messies-Forum gegooglet habe, zufällig Links zu einem Psychologie-Forum gefunden, die genau dieses Thema beinhalteten. Das führte bei mir zu einer Erkenntnis und auch dazu, dass die Worte einfach so unbedacht aus mir rauspurzelten - Genau hierhin, in meinem "Zuhause"-Forum. Hoffe ihr versteht was ich mit "Zuhause" meine. Das allererste Mal, als ich über meine "Freunde" sprach, war mit meiner Freundin, die sowieso an Geistwesen glaubt und als solche sind sie dann bei ihr gelandet - das Gespräch traf aber auch nicht wirklich den Kern der Sache.

Ich will diese "Freunde" (was sie eigentlich auch wirklich sind) nicht los werden. Was mir am meisten Kummer macht ist, dass ich die Selbstgespräche (mit oder ohne Ton) nicht vor der Außenwelt verbergen kann oder nur sehr schlecht. Das ist mir MEGA-peinlich. Sprüche klopfen hilft auch nicht immer. Wenn ich drauf angesprochen werden, habe ich schon mal geantwortet: "Na wenigstens 1 X am Tag möchte ich mit einem intelligenten Menschen sprechen." Vielleicht muss ich aber auch hier - wie mit meinem Messe - eine andere Sichtweise entwickeln. Was aber sehr schwer ist, wenn man schon von Kindesbeine an dafür als verrückt abgestempelt wurde.

Was solls, ist halt eben eine andere kleine LIEBENSWERTE Marotte von mir.

Dieser Gedanke, den ich seit ich mein Anfangsposting geschrieben habe (kurz danach)habe, hilft mir auch, mich selbst besser kennen und lieben zu lernen.

Ich wollte diese Jahr mit mir Frieden schließen, dazu gehört auch solche Dinge zu akzeptieren. Denn dadurch komme ich immer mehr in meine Mitte und genau da will ich ja auch hin.

Liebe Grüße Xandria


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