wir reden über unsere Macken / juchuu, ich bin einfach nur unordentlich (Allgemein)
Hei,
Gespräch mit dem Liebsten - der "beschwerte" sich nämlich gestern, dass ich ja überhaupt nie mit ihm streiten würde (Hintergrund ist der: wir sind tatsächlich oft einer Meinung, haben den gleichen Geschmack, lassen uns gegenseitig so wie wir sind ohne aneinander herumerziehen zu wollen. Wunderbar entspannt! Offenbar hat er aber noch so ein Bild in sich, dass streiten zu ner Beziehung dazu gehört - zumindest ist es ihm unheimlich, dass wir nie streiten...(hm - meiner Ansicht nach haben wir das schon, aber das war eben mehr ein Meinungsaustausch bzw. ich habe meine Grenzen verbalisiert oder er seine. Das ging aber immer meist ruhig und liebevoll ab. Warum auch nicht? Er kennt das halt von seinen Eltern und seinen Exbeziehungen nicht so "leicht" (und das obwohl wir beide schwere Themen mit uns tragen...aber ich sach mir: für irgendwas müssen ja die Theraphiejahre auch gut gewesen sein: ich hab gelernt, Nähe zuzulassen und zu geben (*winke*@Marle und Birgit) ohne mich in schwerer Rüstung mit Streitäxten im Gepäck zu bewaffnen.
Also haben wir gestern spasseshalber mal gesucht, was uns am anderen stört. Mir fiel der selten runter geklappte Klodeckel als einzigstes ein - stört mich aber nicht so, als dass ich deswegen ein Fass aufmachen würde. Er grübelte wirklich lange und meinte dann, ich hätte bei ihm gelegentlich den Kühlschrank nicht richtig zugemacht, aber auch das sei kein grund für ihn gewesen mit mir zu streiten, er hätte ihn halt selbst zu gemacht und mich gebeten drauf zu achten.
Also kein Streitthema gefunden.
Somit hat jeder selbst 2 Dinge rausgegraben, die Expartner an ihm gestört haben (wir "wollten ja was finden worüber sich streiten lässt") - ich meinte dann "dass ich viel koche" (wurde tatsächlich bemäkelt) und - (mich mal an das Thema rantappse) - "dass sich einige Männer über meine Unordnung beschwert hätten. Worauf er lachte und sagte: "oh, ja, stimmt. Du bist manchmal wirklich unglaublich unordentlich". Aber er sagte es lachend und es war klar, dass er es als nur eine Eigenschaft unter vielen von mir erachtete, keine die mich ausmacht.
Fazit vom Gespräch: wir fanden nichts, worüber sich zu streiten mit Gebrüll lohnen würde. (Ich glaub nämlich, das ist für ihn "Streit" - sich anbrüllen, heulen, Türenknallen. So was brauche ich aber nicht mehr, ich kann "anders" streiten.
Worauf ich hinauswill: dieses "unordentlich" von ihm nahm mir gedanklich ne grosse Last irgendwie. Stimmt. Für ihn war es nur eine Eigenschaft unter vielen. Eine Eigenschaft von mir, aber keine die mich ausmacht. Es war kein "Stempel" da - wie "ich bin Messie". Und genau das ist es, was mir gezeigt hat, dass ich auf dem Weg der Genesung bin.
Unordentlich - ja, das fühlt sich tatsächlich mal als eine Eigenschaft und nicht als generelles Charakteristikum von mir betrachtet sehr gut an. Es fehlt völlig das Stigma, was ich mir selbst - und andere bislang deswegen gaben.
Versteht jemand von Euch, was ich damit ausdrücken will?
LG, Odille
gesamter Thread:
- wir reden über unsere Macken / juchuu, ich bin einfach nur unordentlich -
Odille,
23.02.2010, 09:36
- Re: wir reden über unsere Macken / juchuu, ich bin einfach nur unordentlich - Schlumpfine, 23.02.2010, 11:53
- Re: wir reden über unsere Macken / juchuu, ich bin einfach nur unordentlich - ChaosQueen, 23.02.2010, 12:19
- Odille, ich freu mich für dich... - Xandria, 23.02.2010, 13:10
- Re: wir reden über unsere Macken / juchuu, ich bin einfach nur unordentlich - Sanne, 23.02.2010, 20:51