Xandria’s Messie-Denkstrukturen (Allgemein)
Xandria, Montag, 23.02.2009, 12:42 (vor 6177 Tagen)
Xandria’s Messie-Denkstrukturen
Hallo ihr Lieben,
„Denken vor Handeln“
heißt es doch immer so schön!
MICH blockiert das Denken aber meistens.
Ich denke mir dann immer ungewollt die (meist negativen) Folgen meines Handelns aus:
Im Haushalt – welche Tiere (meistens Spinnen) fallen mich an, wenn ich die oder die Türe des Schrankes öffne?
Im Büro – die Schelte meines Chefs, weil ich wieder etwas falsch gemacht habe.
Unnötige Gedanken!
Zu Hause hat mich bis her noch kein Tier angefallen und ich bin schon gut und gerne 8 Jahre in meinem Büro/Tätigkeitsbereich aktiv. So schlecht kann ich also gar nicht sein.
Ich denke immer viel zu weit! Und viel zu negativ – auch oder gerade was Männer/Beziehungen angeht.
Meine erste große Liebe hat mir über Stayfriends ne Mail geschrieben. Die Beziehung ist schon über 18 Jahre her. „Hey, wie gehts? Meld dich doch mal!“ Das wars.
Mein Hirn und mein Körper spielen verrückt!
Ich erinnere mich nur an das Gute in der Beziehung – obwohl mir die Erfahrung mit ihm sehr weh getan hat. Er hat mich an einem ohne hin schon wunden Punkt immer wieder getroffen. Diese Beziehung ist für mich der Grund, warum ich männertechnisch so Probleme habe.
ES KANN DOCH WOHL NICHT SEIN, dass ich wegen der kurzen Mail darüber nachdenke, was er wohl von mir will, und ob ich mich wieder auf Ihn einlassen will.
Absoluter Quatsch – ich weiß. Aber diese Gedanken kommen einfach.
Und ich bin eigentlich wieder auf der Flucht – hin zu einem Mann, den ich gar nicht kenne, nie kennen lernen werden und nie kennen lernen möchte.......
Da kann ich nämlich nicht verletzt werden, aber auch nie Leidenschaft, Romatik ...... erfahren.
Nachdenkliche Grüße Xandria
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen
Odille, Montag, 23.02.2009, 16:15 (vor 6177 Tagen) @ Xandria
Huhu Xandria,
„Denken vor Handeln“
[quote]heißt es doch immer so schön![/quote]
kommt für mich darauf an, worum es geht. Haushaltsdinge erledige ich mittlerweile liebe ohne gross drauf rumzukauen gedanklich.
MICH blockiert das Denken aber meistens.
[quote]Ich denke mir dann immer ungewollt die (meist negativen) Folgen meines Handelns aus:[/quote]
aha. Dich blockiert also nicht das Denken an sich, sondern die Art Deines Denkens.
Wie wärs mit positiven Gedanken?
Umprogrammierung?
Secret hast Du ja, soweit ich weiss.
Schau Dir das mal an:
"The Master Key System" von Charles F. Hanel. Gibts als Hörbuch und als Buch (mehrere verschiedene Ausgaben - kauf bloss net die teure sondern frag mich vorher nochmal)
Gedanken sind mächtig - was Du alleine daran siehst, wie sehr Dich negative Gedanken blockieren können.
Genauso mächtig sind aber auch die positiven.
Wenn Du merkst, dass Du einen GEdanken spinnst, der Dir nicht gut tut, reiss ihn an der Wurzel raus, lass ihn von mir aus von der "Gedankenpolizei" abtransportieren. Stell Dich unter eine Gedankendusche. Mach Dir ne Liste mit positiven Gedanken. Die lass auf Dich herabregnen. Gibt da soviele Möglichkeiten. The Master Key ist ein richtiges Übungsprogramm um Herrin über die Gedanken zu sein.
<>Ich denke immer viel zu weit! [/i]
ach, das ist erstmal nix schlimmes und übrigens typisch weiblich.
Und viel zu negativ – auch oder gerade was Männer/Beziehungen angeht.
[quote]Meine erste große Liebe hat mir über Stayfriends ne Mail geschrieben. Die Beziehung ist schon über 18 Jahre her. „Hey, wie gehts? Meld dich doch mal!“ Das wars.
Mein Hirn und mein Körper spielen verrückt![/quote]
warum? willst Du ihn wiedersehen, mit ihm Kontakt haben oder nicht?
Das ist die Frage die es zu entscheiden gilt , nicht "was ER will" ist wichtig, sondern dass was DU willst.
Absoluter Quatsch – ich weiß. Aber diese Gedanken kommen einfach.
dann lass sie vorbeifliessen. Wie wenn man in einen Bach eine Schüssel mit trübem Waschwasser reinkippt - eine weile scheint die Stelle verunreinigt, aber von der Quelle fliesst frisches klares Wasser nach.
Und ich bin eigentlich wieder auf der Flucht – hin zu einem Mann, den ich gar nicht kenne, nie kennen lernen werden und nie kennen lernen möchte.......>Da kann ich nämlich nicht verletzt werden, aber auch nie Leidenschaft, Romatik ...... erfahren.
Eben. Wie sage ich immer so schön: Umgang mit Männern lernt man nur im Umgang mit Männern. Wenn es keiner dieser "Exe" ist mit denen man aus bestimmten unverzeihlichen Gründen nie wieder etwas zu tun haben will - dann mail ihn doch mal an. 18 Jahre ist ne verdammt lange Zeit, in der sich jeder - auch ein Mann - sehr verändern kann. Und falls nicht - ist das vielleicht ne gute Gelegenheit, nem altem Gefühlsgespenst nochmal ins Gesicht zu gucken und es dann endgültig loszulassen.
Liebe Grüsse, Odille ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/smiley5.gif alt=winke)
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen
Xandria, Dienstag, 24.02.2009, 08:16 (vor 6177 Tagen) @ Odille
Huhu Odille,
Wenn es keiner dieser "Exe" ist mit denen man aus bestimmten unverzeihlichen Gründen nie wieder etwas zu tun haben will - dann mail ihn doch mal an.
Hab ich auch gemacht - mal sehen was überhaupt kommt! Übrigens das Buch hab ich fast durch - nur noch ein paar Seiten.
LG Xandria
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Heidi, Dienstag, 24.02.2009, 21:21 (vor 6176 Tagen) @ Odille
Liebe Odille,
ich hänge mich hier mal drunter. (Zu Xandrias persönlicher Situation kann ich leider nichts sagen, ich denke sie wird schon das richtige tun.)
Ein Satz in Deinem Poasting hat bei mir einen widerspenstigen Punkt getroffen. (Ich erlaube mir, ihn als einen Aufhänger für meine höchst persönliche Meinung zu nehmen, die ich Deinem Zitat gegenüberstelle. Ich glaube zu wissen, dass Du so was nicht persönlich nimmst, sonst würde ich das nicht raus picken.)
Wie sage ich immer so schön: Umgang mit Männern lernt man nur im Umgang mit Männern.
Um es ganz kontrovers zu formulieren: Das halte ich (mittlerweile) für einen modernen Mythos.
Und um es noch kontroverser fortzuführen: Ich denke, vielen Männern geht es ähnlich wie einigen Frauen: Sie, ihr Charakter und ihre Lebensgeschichte sind einzigartig. An einem beliebigen Exemplar den Umgang mit dem "Zukünftigen (Freund, Lebenspartner, Affäre)" zu "üben", gleicht dem Versuch ein bisschen schwanger zu werden um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Mit dem kleinen Unterschied, dass ersteres in der heutigen Gesellschaft als wünschenswert und vernünftig beurteilt wird.
Wie viele überflüssige Erfahrungen hätte zum Beispiel ich mir ersparen können wenn ich mir das vorher vor Augen geführt hätte? Ich werd keine Zahlen nennen, aber ich darf betonen, dass sie wirklich im besten Sinne überflüssig waren. Keine Traumata und Dramen, nur sinnlos verplemperte Zeit mit den falschen Personen in meinem Leben.
Grüße,
Heidi
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Paladin, Mittwoch, 25.02.2009, 00:35 (vor 6176 Tagen) @ Heidi
Moin zusammen,
ich hatte ursprünglich nicht vor, mich in diesen Thread einzuklinken, aber Heidi hat da einen wichtigen Aspekt reingebracht
Und um es noch kontroverser fortzuführen: Ich denke, vielen Männern geht es ähnlich wie einigen Frauen: Sie, ihr Charakter und ihre Lebensgeschichte sind einzigartig.
Genau da liegt der Knackpunkt... Die Einzigartigkeit... Jeder Mensch ist einzigartig... Das Problem liegt IMHO darin, daß die meisten damit ein Problem haben, dies zu respektieren... Und diese fehlende Einsicht läßt es knallen
Ein Zusammenleben kann nur dann funktionieren, wenn man sich gegenseitig respektiert, und damit meine ich nicht die rosaroten Träume, die man gerne vom Partner erwartet
LG vom Paladin
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Xandria, Mittwoch, 25.02.2009, 07:55 (vor 6176 Tagen) @ Paladin
Hallo,
jeder von uns ist einzigartig - ob Mann oder Frau! Aber will soll man aus all diesen einzigartigen Persönlichkeiten, den/die für sich passende Peson finden, wenn man nicht aus- und rumprobiert. Verletzungen/Enttäuschungen auf beiden Seiten sind dabei inklusive - leider.
LG Xandria
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Schlumpfine, Mittwoch, 25.02.2009, 19:18 (vor 6175 Tagen) @ Xandria
Hallo Süße,
Heidis Erfahrungen decken sich mit meinen. "Ausprobieren" funktioniert nicht. Das Zauberwort heißt "Commitment". Dafür gibt es nur wenige treffende passende deutsche Übersetzungen. Es geht um Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Loyalität, Frustrationstoleranz, Optimismus und Zuversicht sowie um Respekt vor der absoluten Andersartigkeit des einzigartigen Mitmenschen, den man sich als Partner erwählt hat bzw. der mich erwählt hat.
Auch in den allerbesten, stabilsten, liebevollsten Ehen bzw. Liebesbeziehungen gibt es Tage, an denen er oder sie das Gefühl hat, mit einem Alien
Tisch und Bett zu teilen.
jeder von uns ist einzigartig - ob Mann oder Frau! Aber will soll man aus all diesen einzigartigen Persönlichkeiten, den/die für sich passende Peson finden, wenn man nicht aus- und rumprobiert.
"Keine Frau passt perfekt zu ihrem langjährigen (Ehe-)Mann. Kein Mann passt perfekt zu seiner langjährigen (Ehe-)Frau."
sind zwei ebenso wahre Aussagen wie
"Jede Frau passt perfekt zu ihrem langjährigen (Ehe-)Mann. Jeder Mann pass perfekt zu seiner langjährigen (Ehe-)Frau."
Wenn ich unter "perfekt passend" verstehe, dass ein Liebespaar zeitlebens in der Harmonie der ersten Kennenlern-Zeit verharrt und im Umgang miteinander weder Missverständnisse noch banale Konflikte noch Verletzungen und Kränkungen passieren dürfen, dann ist es unmöglich, den "perfekt passenden Partner" zu finden.
Wenn ich unter "perfekt passend" verstehe, dass ich im Umgang mit den Menschen aus meinem allerengsten Umfeld (Eltern, Geschwister, Kinder) tagtäglich erlebe, wo und wie ich verletzlich und/oder lernfähig bin und diese Erfahrungen nutze, um mit mir selbst und meiner ganz einzigartigen Lebensgeschichte und mit meinen Mitmenschen jeden Tag ein wenig besser klarzukommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der Mann bzw. die Frau dessen/deren Eigenheiten ich seit Jahren studiere und der bzw. die sich an meinen Macken seit Jahren mehr oder weniger leidvoll und liebevoll reibt, genau der bzw. die Richtige für mich ist. Sonst hätten wir uns nicht jahrelang einander stetig angenähert, miteinander die unvermeidlichen Höhen und Tiefen des Lebens gemeistert, sondern wir hätten einander schon viel früher verworfen bzw. verlassen.
Verletzungen/Enttäuschungen auf beiden Seiten sind dabei inklusive - leider.
Wenn es erste Verletzungen und Kränkungen schon in den ersten Kennenlern-Wochen gibt, sind wahrscheinlich wirklich zwei Menschen aneinander geraten, die wenig liebevoll mit ihren Mitmenschen umgehen. Ich halte es für klug, solche Beziehungen gar nicht erst einzugehen. Oft erkennt man schon beim ersten Rendez-Vous wie ein Mensch mit seinen Mitmenschen umgeht.
Erwidert er den Gruß der Bedienung? Gibt er ein angemessenes Trinkgeld?
Isst und trinkt er genussvoll und fröhlich?
Ist seine Kleidung, sind seine Schuhe, Haare, Fingernägel und Zähne gepflegt?
Lachen wir über dieselben Dinge?
Wirkt er überheblich und gelangweilt? Oder langweile ich mich?
Wir reden nicht über perfekte Umgangsformen für einen Staatsempfang oder über Desingnerkleidung, liebe Xandria, wir reden hier über Herzensbildung, Lebensfreude, Anstand, Selbstachtung und Humor.
Wer auf diesen Gebieten ähnlich wie ich selbst "tickt", mit dem kann ich gut auskommen. Ob als Freubd, Arbeitskollege, Nachbar oder Mitreisender im Zug. Und nur wenn diese grundlegende gegenseitige Sympathie vorhanden ist, kann sich daraus mehr entwickeln, finde ich. Dabei ist völlig unerheblich, ob wir beide gleich pessimistisch oder beide gleich optimistisch, beide gleich albern oder beide gleich humorlos sind ... es sollte nur im ersten Anlauf passen. Und wenn es da eben nicht passt, hat man weder eine tiefe Herzenswunde noch ein Trauma erlebt, sondern nur einen langweiligen Abend. Oder langweilige Nachbarn. Oder eine langweilige Reise.
In diesem unverbindlichen Sinne finde ich Offenheit und Mut zum Ausprobieren sehr hilfreich. Wer es nicht schafft, über meine witzig gemeinten Bemerkungen bei Tisch zu lachen oder mich zum Lachen zu bringen, wer wesentlich mehr oder wesentlich weniger Trinkgeld gibt als ich, wer ein Parfüm trägt, das ich nicht riechen kann oder andere abstoßende Eigenschaften hat ... den werde ich gar nicht so nah an mich heranlassn, dass ich mit ihm Herzeleid erfahren kann.
Wenn die Verletzungen und Kränkungen erst später auftreten, sind darin wahrscheinlich Lernaufgaben enthalten, die wir entweder in dieser oder der nächsten Beziehung lösen können. Oder in der übernächsten. Oder gar nicht. Aufgaben jedenfalls, die uns in Freundschaften und Arbeitsverhältnissen ebenfalls nicht erspart bleiben, die nur in der Intimität und Nähe einer Liebesbeziehung deutlicher und klarer zum Vorschein kommen.
LG Xandria
Liebe Xandria, ich möchte dich ermutigen, zugleich wählerischer (in der Beurteilung deines ganz persönlichen ersten Eindrucks) und weniger wählerisch (bei deinen Vorstellungen über Mr. Perfect) zu sein. Dann macht das Flirten viel Spaß und im Zusammenleben überwiegt wahrscheinlich die Freude.
Meine besten Wünsche begleiten dich und alle unfreiwilligen Singles dabei!
glg Schlumpfine
Re: Xandria’s Messie-Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern-Ja! Genau!
Heidi, Mittwoch, 25.02.2009, 23:28 (vor 6175 Tagen) @ Schlumpfine
Liebe Schlumpfine!
Du schreibst:
Heidis Erfahrungen decken sich mit meinen.
Und im folgenden führst Du wunderbar aus, welche Vorraussetzung für das Einlassen auf eine Beziehung gegeben sein sollten. Dafür möchte ich Dir ein großes *Dankeschön* aussprechen: Danke, dass du aufgeschrieben hast, was ich meinte ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/yelclap.gif alt=klatsch2)
Du bringst es am Ende richtig schön auf den Punkt. Genau das ist die Quintessenz meines Lernprozesses gewesen, beide Teile sind dabei gleich wichtig:
Liebe Xandria, ich möchte dich ermutigen, zugleich wählerischer (in der Beurteilung deines ganz persönlichen ersten Eindrucks) und weniger wählerisch (bei deinen Vorstellungen über Mr. Perfect) zu sein. Dann macht das Flirten viel Spaß und im Zusammenleben überwiegt wahrscheinlich die Freude.
Meine besten Wünsche begleiten dich und alle unfreiwilligen Singles dabei!
glg Schlumpfine
Grüße,
Heidi
Re: Odilles Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Odille, Mittwoch, 25.02.2009, 01:15 (vor 6176 Tagen) @ Heidi
Liebe Heidi,
Du hast mich missverstanden. Ich sehe meine Sicht der Dinge darauf nicht als "üben" an.
Sondern - ich werde besser, lerne mehr, manchmal "nur" über Männer oder aber meist mehr über mich, meine Wünsche und Bedürfnisse, meine Rolle als Frau und meinen Umgang mit meiner Weiblichkeit in Bezug auf die partnerschaftliche Interaktion.
Die kann ich mir nämlich in aller grauer Theorie noch so schön zusammenreimen - letztlich kann ich nur herausfinden, wen oder was ich will, wenn ich mich überhaupt auf Nähe mal bereit bin einzulassen.
Und um zu lernen, wer oder was "die falschen" Männer für mich sind - auch das hab ich nur durch Erfahrungen mit eben diesen Männern gelernt. Und wie schon gesagt, eben auch eine ganze Menge über mich. Ich habe sie mir bewusst ausgesucht - es gibt da meines Erachtens - auch in der Partnerwahl keine "Zufälle".
Autofahren lernt man auch nur durch Fahrpraxis.
Sorry, wenn ichs so prakmatisch sehe. Aber ich hab auch genug Beispiele im Bekanntenkreis von Leuten, die sich jahrzehntelang auf überhaupt nur irgendetwas eingelassen haben, was in Richtung Beziehung geht, mit der Begründung auf den oder die richtige noch zu warten. In Wahrheit - so erscheint es mir - war das aber eher eine generelle Beziehungsangst, die sie in sich verspürten.
Ich - für mich - bleib dabei: Umgang mit Männern (oder auch mit Frauen) lernt man nur durch den Umgang mit Männern (oder mit Frauen)
Was ich in keinster Weise abwertend hinsichtlich der wunderbaren Individualität jedes einzelnen Menschen meine. Sonst hätt ich es ja mit den Worten von Mae West (wars diese Diva oder eine andere?) gesagt: "Bis Du den richtigen triffst, kannst Du mit den Falschen auch viel Spass haben". (wobei da für mich auch ein Quentchen Wahrheit drin ist - und das meine ich nicht so oberflächlich wie sich das jetzt vielleicht anhört.
Verletzungen sind nun mal immer ein "Risiko" wenn man bereit ist, sich auf zwischenmenschliches einzulassen.
Ich riskier das trotzdem weiterhin gern - habe aber gerade eben auch durch die Verletzungen gelernt, achtsamer mit mir, meinen Bedürfnissen und dadurch in meiner Männerwahl besser zu sein.
LG, Odille ![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/smiley5.gif alt=winke)
Re: Odilles Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern / korrektur
Odille, Mittwoch, 25.02.2009, 01:19 (vor 6176 Tagen) @ Odille
ups, schon spät, ein Wort satzsinnentstellend vertippt:
ich meinte natürlich:
Aber ich hab auch genug Beispiele im Bekanntenkreis von Leuten, die sich jahrzehntelang auf überhaupt <s>nur</s> nie irgendetwas eingelassen haben, was in Richtung Beziehung geht, mit der Begründung auf den oder die richtige noch zu warten. In Wahrheit - so erscheint es mir - war das aber eher eine generelle Beziehungsangst, die sie in sich verspürten.
Re: Odilles Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Rumpel, Mittwoch, 25.02.2009, 16:12 (vor 6175 Tagen) @ Odille
Liebe Heidi,
Du hast mich missverstanden. Ich sehe meine Sicht der Dinge darauf nicht als "üben" an.
Sondern - ich werde besser, lerne mehr, manchmal "nur" über Männer oder aber meist mehr über mich, meine Wünsche und Bedürfnisse, meine Rolle als Frau und meinen Umgang mit meiner Weiblichkeit in Bezug auf die partnerschaftliche Interaktion.
Die kann ich mir nämlich in aller grauer Theorie noch so schön zusammenreimen - letztlich kann ich nur herausfinden, wen oder was ich will, wenn ich mich überhaupt auf Nähe mal bereit bin einzulassen.
Man muß sich nicht mit jedem/jeder einlassen, aber Kompromisse eingehen ist wohl nicht nur in der Beziehung, sondern auch davor nötig.
Ich - für mich - bleib dabei: Umgang mit Männern (oder auch mit Frauen) lernt man nur durch den Umgang mit Männern (oder mit Frauen)
Was ich in keinster Weise abwertend hinsichtlich der wunderbaren Individualität jedes einzelnen Menschen meine.
So wunderbar empfinde ich nicht jede Individualität
Sonst hätt ich es ja mit den Worten von Mae West (wars diese Diva oder eine andere?) gesagt: "Bis Du den richtigen triffst, kannst Du mit den Falschen auch viel Spass haben".
A girl can wait for the right man to come along but in the meantime that still doesn't mean she can't have a wonderful time with all the wrong ones.
Mae West beherrschte die englische Sprache auch meisterlich ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Rumpel
Re: Odilles Denkstrukturen-Vom Umgang mit Männern
Heidi, Mittwoch, 25.02.2009, 23:12 (vor 6175 Tagen) @ Odille
Liebe Odille,
danke für Deine Antwort. Ich zitiere mal ganz ausführlich:
Du hast mich missverstanden. Ich sehe meine Sicht der Dinge darauf nicht als "üben" an.
Sondern - ich werde besser, lerne mehr, manchmal "nur" über Männer oder aber meist mehr über mich, meine Wünsche und Bedürfnisse, meine Rolle als Frau und meinen Umgang mit meiner Weiblichkeit in Bezug auf die partnerschaftliche Interaktion.
Die kann ich mir nämlich in aller grauer Theorie noch so schön zusammenreimen - letztlich kann ich nur herausfinden, wen oder was ich will, wenn ich mich überhaupt auf Nähe mal bereit bin einzulassen.
Und um zu lernen, wer oder was "die falschen" Männer für mich sind - auch das hab ich nur durch Erfahrungen mit eben diesen Männern gelernt. Und wie schon gesagt, eben auch eine ganze Menge über mich. Ich habe sie mir bewusst ausgesucht - es gibt da meines Erachtens - auch in der Partnerwahl keine "Zufälle".
Autofahren lernt man auch nur durch Fahrpraxis.
Ich glaube nicht, dass ich Dich grundsätzlich missverstanden habe. Eher ist es so, dass ich den Begriff "üben" viel weiter fasse als Du. Scheinbar so weit das es mir als selbstverständlich erscheint, auch das "lernen" darunter zu fassen-> Übung macht den Meister. Grade Dein letzte Satz ist für mich ein schöne Bebilderung des Mythos.
Nun, ich sag es mal so: Ich bin mir sehr sicher das du einiges was Du erfahren hast schon vorher wusstest. Die meisten Menschen wissen besser was ihnen gut tut, als sie sich eingestehen können. Eine gelebte Beziehungserfahrung gibt Ihnen aber scheinbar erst das Recht "Nein" zu sagen. (Nein, keinen Kettenraucher, nein, keinen der nie mehr als zwei Emotionen pro Woche zweigt) Um Deine schöne Analogie aufzugreifen: Nein, den Wagen bin ich schonmal gefahren, ich weiß das ich den nicht mag.
Ein einfaches: "Bin ich zwar noch nicht mit gefahren, aber beim Reinsetzen (Erstes Date) hab ich mich einfach nicht wohl gefühlt" erscheint als zu irrational. Zu wenig vom modernen Mythos beseelt.
Sorry, wenn ichs so prakmatisch sehe. Aber ich hab auch genug Beispiele im Bekanntenkreis von Leuten, die sich jahrzehntelang auf überhaupt nur irgendetwas eingelassen haben, was in Richtung Beziehung geht, mit der Begründung auf den oder die richtige noch zu warten. In Wahrheit - so erscheint es mir - war das aber eher eine generelle Beziehungsangst, die sie in sich verspürten.
Da kann ich Dir recht geben: es ist ein schmaler Grad zwischen auf die eigenen Gefühl zu hören und aus Angst das man nicht mehr zurück kann kalte Füsse zu bekommen.
Sonst hätt ich es ja mit den Worten von Mae West (wars diese Diva oder eine andere?) gesagt: "Bis Du den richtigen triffst, kannst Du mit den Falschen auch viel Spass haben". (wobei da für mich auch ein Quentchen Wahrheit drin ist - und das meine ich nicht so oberflächlich wie sich das jetzt vielleicht anhört.
Verletzungen sind nun mal immer ein "Risiko" wenn man bereit ist, sich auf zwischenmenschliches einzulassen.
Ich stelle beides im Geiste gegenüber und merke, im Zitat ist von Spass die Rede, Dir fallen leider zu vergangen Beziehungen zu erst die Verletzungen ein. Vielleicht doch lieber mit Sicherheitsgurt fahren?
Ich riskier das trotzdem weiterhin gern - habe aber gerade eben auch durch die Verletzungen gelernt, achtsamer mit mir, meinen Bedürfnissen und dadurch in meiner Männerwahl besser zu sein.
Ich wünschte, Du hättest ohne Verletzungen lernen dürfen achtsamer mit Dir zu sein. Ich finde, jeder Mensch sollte achtsam mit sich umgehen, auch ohne das ihm seine Verletzlichkeit vor Augen geführt wurde. Wobei ich betonen muss, man kann auch den tollsten und liebsten Mann kennen lernen, der einen ja ach so respektiert, und doch bitter enttäuscht werden. Dafür brauchte es noch nie einen modernen Mythos, das ist Teil des Lebens. Und ich merke auch schon im allerersten Posting, dass Du sehr zufrieden bist mit dem wie Du Deine Entscheidungen triffst, und wie Du die Dinge angehst und bewertest. Das ist das wichtigste.
Ich wollte nur aufzeigen, welchem Bären ich früher aufgessen bin.
Grüße,
Heidi