Re: Arbeitseinheit ( war: Erkenntnis ... ( Ordnung / Zeit )) (Allgemein)

MarLe, Sonntag, 22.02.2009, 16:29 (vor 6180 Tagen) @ Schlumpfine

<font size=-1><font color=chocolate>>Warum zählt denn "das Becken leer räumen" nicht zum Arbeitsvorgang "abwaschen"?!?!</font size></font color>

Liebe Schlumpfine,
*lächel* und winke.

Für mich ist das Vor- und Nacharbeiten eine Arbeitseinheit.
...mhm... Was mir spontan in den Sinn kommt ist, dass ich
Schwierigkeiten habe mich anderen verständlich zu machen.
So Sätze wie: "Du brauchst ja auch viel zu lange." oder
"Was machst du denn in der ganzen Zeit." oder "In der Zeit
hätte ich ein ganzes Restaurant bespült"., die kenne ich und (vermutlich) alle Messies.
Beim Beispiel 'spülen' ist mir das so richtig bewußt geworden,
was andere Menschen unter dem Vorgang verstehen:
Wasser einlassen, Geschirr usw. rein, abwaschen, abtrocknen, wegstellen, Spüle auswaschen und abtrocken
= fertig.

Der Vorgang anfürsich, der dauert bei mir nicht länger,
als bei anderen Menschen auch.
Das ist für mich eine ganz große Erkenntnis gewesen.
Baut mich auf.
Ich bin weder langsamer, noch faul, noch sonst irgendwas.
Ich bin: ganz normal. [image]

Zum Anderen gibt mir dieses 'ganz normal sein' sehr viel Mut,
Mut zum dranbleiben.
Hoffnung, dann auch weniger Zeit nötig zu haben-------------------------------------
<font color=cornflowerblue>>>>Oft ist bei mir kein gerader Weg möglich - und Umwege brauchen Zeit !</font color>
<font color=chocolate>>Was ist daran bitte ein Umweg?

*komplettaufderLeitungsteh*</font color>

*hihi*
Ich erzähl dir mal, was mir heute morgen bewußt geworden ist:
Ich hab Bettwäsche mitgebracht, wollte/Ziel die WaMa damit zu beladen.
Ist ja was, dass "schnell" geht. (*seufz*)
Also hockte ich mich nieder, nahm die fertige Wäsche raus...und fing mit dem befüllen an...,
mir fiel auf, dass ich etwa 50 cm. von der WaMa weghockte, mir die Arme "ausriss"
- was war mir entgangen?? -.
Es stand ein Müllbeutel vor der WaMa. Den hab ich nicht wahrgenommen!
Nachdem ich den sowohl im Auge, als auch im Kopf "gesehen" hatte, hab ich ihn zugemacht
und rausgebracht und schon war es ein leichteres arbeiten und vielll bequemer. *seufz

Ein Umweg war hier: Den Müll fertig machen, raus bringen, neuen Beutel in den (ja leeren) Behälter stecken
Das gehörte eben nicht zu der Aufgabe: WaMa neu bestücken.

Seit ich mit Listen arbeite und mich ganz stur daran halte, klappt vieles viel besser.
Trotzdem gibt es immer noch viele Dinge, die mich rausbringen.
Jedoch ist es mir viel weniger (oder gar nicht mehr ?) passiert, dass ich mich völlig
verhaspelt habe. Was früher sehr oft vorkam.
<font size=-1>Kennst du bestimmt, Beispiel?
Mit der Wäsche auf dem Arm Richtung Kleiderschränke, im Flur seh ich die Post, leg die Wäsche ab, nimm die
Post, lese und muss dringend zum Schreibtisch, weil eine Überweisung überfällig ist. Die kann ich erst machen,
wenn ich vorher den Tisch frei räume....usw. usw. Später entdeck ich dann den Wäschestapel auf der Treppe
und frag mich, wieso ich die Arbeit nicht zuende gebracht habe.</font size=-1>
Zum Glück ist das nicht mehr an der Tagesordnung. *aufatme
--------------------------------------------
Lächelnd hab ich gelesen, was du über 'das Waschen' geschrieben hast.

Ich hab hier -mit allen Familienmitgliedern gemeinsam !- einen Waschplan aufgestellt.
Man sollte meinen, dieser wäre angenommen und akzeptiert, da ja gemeinsam beschlossen und
erarbeitet.
Weit gefehlt.
Der Waschplan funktionierte. Jeder war froh und besser dran als vorher.
Trotzdem wurde er irgendwann ausgehebelt.
Warum?
Weil er von jedem (!) Mitarbeit erforderte.
Die entsprechende Wäsche mußte am Vortag runtergebracht werden,
sie mußte von jedem selbst sortiert und angeliefert werdenDas (!) war wohl ein großer Einschnitt in die bis dahin gehabte 'Gemütlichkeit' oder Freiheit.

Ganz außer Kraft gesetzt wurde der Plan dann, als sich jemand erbarmte und ein paar mal
was gewaschen hatte.Von da an bestand für niemanden mehr ein Festhalten an den vorherigen Plan.
*hihi* außer: für mich.
Inzwischen hat jeder wieder das alte Wäschechaos zurück.
Ich halte weiterhin am Plan fest !
Mein Jüngster hat die Vorteile längst erkannt und verinnerlicht.
Er hält sich wieder an den Plan und hat seine Sachen sauber und beisammen.
Alle anderen führen einen 'unsichtbaren Kampf'.

Ich bin nicht stur. Bin gerne bereit, den Plan zu verändern oder umzustellen.
Kein Thema.
Aber irgendeinen Plan, eine Richtschnur = darauf bestehe ich.
Schließlich habe ich hier nicht mehr mit Baby's zu tun.
Und für seine Sachen selber Sorge zu tragen, ich finde, das gehört mit zum
'erwachsen werden' und zum 'Verantwortung übernehmen'.
Es ist kein Machtkampf, sonderen (für mich) ein 'Grenzen setzen'.
Pst: Oftmals macht hier sogar jemand seine Wäsche selber, weil Mutter auf den Plan
verweist. *grins*

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Marlene


gesamter Thread:

 

powered by my little forum