Lieber Florian,
wenn ich nur wüßte, wie ich dir helfen könnte ???
Wie ich dir Trost spenden könnte
Im realen Leben wäre es einfacher: da nimmt man den leidenden Menschen einfach in den Arm und versucht ihn
zu trösten, weint einfach mit und versucht ihn auf andere Gedanken zu bringen.
Manche Menschen können sich ein bißchen ablenken, wenn sie etwas mit anderen Menschen unternehmen,
die anderen möchten lieber alleine sein - und können die Gesellschaft von anderen Leuten schwer ertragen
Die Menschen sind ganz verschieden.
Ich kann deine Gedanken und Ängste sehr gut nachempfinden.
Für Deinen Vater mußt du der STARKE sein und versuchen, ihn zu trösten und ihm das Gefühl geben, daß er nicht alleine ist - DU bist doch für IHN da!
Du aber bräuchtest auch jemanden, der das gleiche für dich tun würde!
Die schlimmen Gedanken, wie es im Alter mir dir sein wird - mußt du jetzt irgendwie verdrängen,
weil sie dich noch mehr kaputt machen.
Manchmal bekommt man von ganz fremden Menschen (spontan und ganz unerwartet) mehr Hilfe und Unterstützung - als von manchen Familienmitgliedern.
In der heutigen Zeit lebt (auch) in der Familie (oft) "jeder für sich allein" ... so habe ich das Gefühl.
Ich habe ziemlich schlechte Erfahrungen mit sogenannten "ECHTEN" Freundschaften gemacht ... (in den letzten Jahren)
Daher ertrage ich die Gesellschaft von (vielen) Menschen auch sehr schwer, weil ich das Gefühl habe, daß sich die meistens (nur) verstellen und mir und den anderen etwas vormachen wollen. Sehr oft ist es (wirklich) auch so Wenn man in NOT ist, sinde die meisten "guten" Freunde einfach nicht mehr da.
Eigentlich bin ich z.Z. auch sehr einsam.
Meine Familienmitglieder leben in zwei anderen Ländern - einige hundert Kilometer trennen uns voneinander Meiner Mutter geht es gesundheitlich nicht mehr gut. Die Kräfte lassen nach - und es macht einen sehr unglücklich, wenn man es mitansehen und miterleben muß ... und es nicht ändern kann.
Florian, gibt es bei Euch in der Nähe vielleicht eine Kirche oder eine charitative Einrichtung,
die deinem Vater und auch dir ein bißchen helfen könnten? Es gibt sicher genug Menschen, die sich
von/aus gutem Herzen heraus um die Menschen kümmern, die sich gerade in einer schwierigen Situation befinden.
Die könnten deinem Vater in seiner Einsamkeit helfen - mit Besuch und Gesprächen.
Du bist doch berufstätig - und daher hast du nicht genügend Zeit. Ich möchte mich nicht einmischen oder
irgendwelche Ratschläge erteilen - ich möchte dir-Euch nur so GERN helfen - und weiß leider nicht - WIE ...?
Ich möchte Dir und deinem Vater viel KRAFT und GESUNDHEIT wünschen
und
daß die Trauer und die Schmerzen mit der Zeit weniger werden und
irgendwann dann durch die schönen Erinnerungen von früher ganz abgelöst werden werden
... ich tue mir sehr schwer mit der deutschen Sprache ... (Sie ist mir nicht sehr ans Herzen gewachsen).
Ich kann meine Gefühle (in der für mich fremden Sprache) leider nicht so gut ausdrücken.
Hoffentlich kannst du verstehen und nachfühlen, was ich dir eigentlich sagen/schreiben wollte
Liebe Grüße
von
Chaossinella.