(off topic??) WArum ist er nur so unendlich schwer, Grenzen zu setzen? (Allgemein)
Kirschblüte, Sonntag, 24.08.2008, 19:12 (vor 6362 Tagen)
Eine Regelung, die wir beide in gegenseitigem Einverständnis getroffen haben, war eine Zeitlang sehr gut für allle.
Jetzt haben sich bei uns die äußeren Umstände verändert.
Die Regelung passt nicht mehr.
Ich bin nicht mehr glücklich damit.
Und trotzdem schaffe ich es nicht, das zu sagen und gemeinsam eine andere Regelung zu treffen.
WARUM NICHT?
Stattdessen vernachlässige ich lieber den Haushalt, bekommen Fressattacken, grüble ewig lang
eine traurige
Kirschblüte
Re: (off topic??) WArum ist er nur so unendlich schwer, Grenzen zu setzen?
MarLe, Sonntag, 24.08.2008, 23:24 (vor 6362 Tagen) @ Kirschblüte
Liebe Kirschblüte,
mein Spontangedanke war: ich würd dich gern mal liebhalten, lieb halten.
Der Gedanke hat sich auch jetzt noch nicht verabschiedet.
Grenzen setzen, abgrenzen ist auch mein Thema, genau so
wie auch das 'stattdessen'.
Du bist nicht allein.
Dein Posting ist gelesen worden.
Das wollte ich dir schreiben.
Liebe Grüße
Marlene
P.S.:
Ich finde das Thema, bzw. die, die ich darin sehe überhaupt nicht als 'off Topic'.
Deine Frage "Warum nicht?" empfinde ich als sehr persönlich und interpretiere sie mehr als deinen
Gedanken.
Re: (off topic??) WArum ist er nur so unendlich schwer, Grenzen zu setzen?
Janna, Montag, 25.08.2008, 08:19 (vor 6362 Tagen) @ Kirschblüte
Hi Kirschblüte,
was ich aus Deinem Posting rauslese
- und ich kenne das nur zu gut -
ist eine Art "Gedankenkarussel",
eine Art "Hamsterrad":
- Die Frage nach dem Warum -
- Selbstzerfleischung (etwas übertrieben ausgedrückt) -
- daraus folgend Fressattacken -
- daraus folgend Wut über sich selbst -
- daraus folgend Schuldgefühle -
und dann beginnt das Rad von vorne
Frage:
Bringt es Dir etwas, wenn Du den Zustand,
so wie er ist, aufrecht erhältst?
Meine (gedachte) Antwort
(wenn ich falsch liege, bitte nicht missverstehen,
MIR würde es mit dieser Frage so gehen):
Ich vermeide, dass die anderen sauer auf mich sind.
Frage:
Was kann schlimmstenfalls passieren,
wenn ich den Zustand ändere?
Meine (gedachte) Antwort:
Die anderen sind sauer,
sie weigern sich, ich fühle mich mies und hilflos.
Frage:
Was kann ich unternehmen,
damit die anderen freiwillig und von sich aus diesen Zustand ändern?
Meine (gedachte) Antwort:
zum Beispiel:
die anderen fragen, ob die Regelung noch für sie passt.
Also nicht selbst die Änderung in den Raum stellen,
sondern nachfragen und herausfinden ob und was die anderen daran vlt. ändern möchten.
Ich könnte mir vorstellen, dass die anderen mittlerweile auch gemerkt haben,
dass die Regelung nicht mehr 100%ig passt.
Mit den anderen gemeinsam eine neue Regelung erarbeiten.
Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass die anderen sagen,
die Regelung sei okay für sie.
Dann kannst Du mitteilen, dass sie FÜR DICH nicht mehr okay ist,
und was Du gerne anders haben möchtest.
Ich denke, wichtig ist, rauszukommen aus dem Hamsterrad der Hilflosigkeit ... selbst aktiv werden,
... das Gefühl haben, ich kann etwas tun und ändern
- und wenn es nur winzig kleine Dinge sind.
Es ist wirklich sehr schwer ... vor allem, bei allem noch konsequent zu bleiben,
wenn "man" Gegenwind bekommt.
Ich denke, wir sind alle in einem solchen Lernprozess.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
Du hast schon viel geschafft -
auch diese Situation kannst und wirst Du bewältigen.
Liebe Grüße
<font color=darkteal>Janna</font color>
Re: Grenzen zu setzen@Janna - Problem gelöst!
Kirschblüte, Freitag, 29.08.2008, 22:46 (vor 6357 Tagen) @ Janna
Liebe Janna,
vielen Dank auch für Deine Antwort!
(Ich konnte leider nicht eher antworten, da ich einige Tage versucht habe, das Problem durch Verdrängen zu lösen... )
ist eine Art "Gedankenkarussel",
eine Art "Hamsterrad":
![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/ja.gif alt=ja)
Frage:
Bringt es Dir etwas, wenn Du den Zustand,
so wie er ist, aufrecht erhältst?
Ich vermeide, dass die anderen sauer auf mich sind.
Frage:
Was kann schlimmstenfalls passieren,
wenn ich den Zustand ändere?
Meine (gedachte) Antwort:
Die anderen sind sauer,
sie weigern sich, ich fühle mich mies und hilflos.
![[image]](http://bilder23.parsimony.net/forum46830/ja.gif alt=ja)
Frage:
Was kann ich unternehmen,
damit die anderen freiwillig und von sich aus diesen Zustand ändern?
Meine (gedachte) Antwort:
zum Beispiel:
die anderen fragen, ob die Regelung noch für sie passt.
Also nicht selbst die Änderung in den Raum stellen,
sondern nachfragen und herausfinden ob und was die anderen daran vlt. ändern möchten.
Ich könnte mir vorstellen, dass die anderen mittlerweile auch gemerkt haben,
dass die Regelung nicht mehr 100%ig passt.
Meine Unzufriedenheit damit wurde immer größer- und dann von aussen bemerktSIE hat MICH angesprochen, was denn genau los sei, und dann konnte ich es sagenIch hätte NIE gedacht, dass sie tatsächlich längst genauso genervt und unzufrieden ist, wie ich!!!
Mit den anderen gemeinsam eine neue Regelung erarbeiten.
Erstaunlicherweise war ihr Lösungsvorschlag genau der, den ich auch im Kopf hatte
Das Schlimmste, was passieren kann ist, dass die anderen sagen,
die Regelung sei okay für sie.
Dann kannst Du mitteilen, dass sie FÜR DICH nicht mehr okay ist,
und was Du gerne anders haben möchtest.
Ob ich DAS DANN NOCH geschafft hätte, weiß ich nicht
Ich denke, wichtig ist, rauszukommen aus dem Hamsterrad der Hilflosigkeit
Das ist zum Glück ENDLICH passiert (heute abend)
auch diese Situation kannst und wirst Du bewältigen.
Sie ist mir darin so ähnlich: sie kann - ebenso wie ich - kaum nein sagen und kaum Grenzen setztenDarum haben wir beide länger als nötig einen Zustand ertragen, der uns beiden nicht gefielWie blöd! (im Nachhinein gesehen...)
Ich hoffe die neue Regelung trägt.
Ich hoffe, wir schaffen es, konsequent zu bleiben!
Ich wünsche mir, dass unsere - so unnötig belastet gewesene Nachbarschaft- wieder eine gute Nachbarschaft wird!
Liebe Grüße
Kirschblüte
Re: (off topic??) WArum ist er nur so unendlich schwer, Grenzen zu setzen?
Rumpel, Montag, 25.08.2008, 12:58 (vor 6362 Tagen) @ Kirschblüte
Eine Regelung, die wir beide in gegenseitigem Einverständnis getroffen haben, war eine Zeitlang sehr gut für alle.
Jetzt haben sich bei uns die äußeren Umstände verändert.
Die Regelung passt nicht mehr.
Ich bin nicht mehr glücklich damit.
Und trotzdem schaffe ich es nicht, das zu sagen und gemeinsam eine andere Regelung zu treffen.
WARUM NICHT?
Dein Posting klingt so, als wäre es damals um Banalitäten gegangen, wie du trägst den Müll runter und er wäscht das Auto ![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
Das kann aber nicht sein, wenn ich deine jetzige Einstellung dazu sehe.
Wovor hast du Angst, wenn du das Thema wieder auf den Tisch bringst?
Vor deiner Schwäche, oder der Schwäche deines Partners?
Warum schilderst du ihm nicht mal offen, daß sich deine Sicht der Dinge aufgrund der und der Umstände geändert hat, und man mal wieder über das Thema reden müsse?
Ich hasse aufgezwungene Nachverhandlungen, aber wenn sie gut begründet sind (und du nicht sofort Neuregelungen diktierst, sondern erstmal Reden forderst!) solltest du doch nicht gleich auf harte Ablehnung stoßen.
Zum Regelungen treffen gehören ja immer zwei. Wer hat das Thema damals aufgebracht, wer war der aktivere Teil, wer hat mehr nachgegeben? Wie stehst du zu Kompromissen? Schließt ihr immer faire Kompromisse, oder fühlt sich einer von euch immer (oder abwechselnd) über den Tisch gezogen? Und wie stehst du zu Nachverhandlungen?
Das solltest du dir überlegen, nicht mir hier beantworten.
Rumpel
Re: Grenzen setzen @Rumpel
Kirschblüte, Montag, 25.08.2008, 18:21 (vor 6361 Tagen) @ Rumpel
Lieber Rumpel,
hab Dank für Dein freundliches Mitdenken!
Es handelt sich NICHT um einen Partnerschaftskonflikt. Meinem Mann gegenüber kann ich glücklicherweise ganz gut sagen, wenn mich etwas stört oder ich mit etwas unzufrieden bin.
Je näher ich jemanden stehe, desto eher ist es möglich, meine Meinung zu sagen.
Banalitäten...
was ist banal?
Für einen "normalen" Menschen ist Aufräumen, Saubermachen, die Post öffnen einfach, für einen Messie nicht. Messieprobleme sind sicher für manche Cleanies banal.
Ist nicht oftmals jedes Problem aus einer fremden Sichtweise banal?
(Mein aktuelles Problem hat gerade an der Tür geklingelt, ich muss jetzt den PC runterfahren und überlegen, ob ich heute endlich die Kraft habe, es zu lösen...)
Viele Grüße
Kirschblüte
Re: Grenzen setzen @Rumpel
Rumpel, Montag, 25.08.2008, 23:44 (vor 6361 Tagen) @ Kirschblüte
was ist banal?
Ist nicht oftmals jedes Problem aus einer fremden Sichtweise banal?
Da hast du exakt meine Sichtweise, HTML enthält ebenso wie die natürliche Sprache keine Tags Ironie als solche zu kennzeichnen, das von mir gewählte Beispiel Müllschleppen vs. Autowaschen sollte zeigen daß "banal" immer nur eine Wertung von außen ist, oder von einem der Beteiligten. Zur Konfliktlösung trägt diese Klassifizierung nichts bei.
hh