´´Wo denn?´´ (Allgemein)

Astarte, Donnerstag, 21.08.2008, 22:25 (vor 6364 Tagen) @ Xandria

Die Energie deines Postings ist so klar und rein, dass man eigentlich gar nichts darauf sagen sollte. Verzeih bitte, dass ich es dennoch tue, aus eigenem Anlaß und Dich mit einer Frage belästige:


Es heißt in so einem Fall man gibt sich selbst auf für die Bedürfnisse anderer. Ja, das ist in der Tat ein Grab. Aber gerade der MESS erscheint mir da weniger wie die Erde, die man auf sich schaufelt, sondern wie der letzte Rest Lebensfunke/TROTZ mit dem man das Eigene bewahren will?

Als Halb-Selbst-Betroffene und jahrelang Messi-Angehörige mit all den Schwierigkeiten sehe ich in SEINEN Mess nämlich das genaue Gegenteil des Unterordnenes. Sicher, er brachte mir Kaffee ans Bett, war immer als Babysitter zu Stelle, sofort parat um mich einkaufen zu fahren etc. Aber ICH bin doch diejenige, die innerlich völlig verblasst ist, weil ich ständig wegen SEINER Erkrankung meine Bedürfnisse und Gefühle runterschrauben mußte. Weil sie vor lauter Messitum nie, wirklich nie beachtet und in der Wechselwirkung meine Gefühle ständig, ständig ignoriert wurden (weil zu sehr mit sich selbst beschäftigt!) oder darauf herumgetrampelt.

Wer ordnet sich da wessen Bedürfnissen und Ansprüchen unter?

So bekam er ja jüngst die Diagnose "abhängige Persönlichkeitstörung". Was ich las, schockierte mich. Ich lachte bitter auf! Ich heulte vor Wut! Er? Er und seine Bedürfnisse MIR untergeordnet? Wieso bin ich dann so verblasst? Wieso existiere ich als fühlender Mensch gar nicht mehr? Wo - BITTE SCHÖN?! - so heulte ich, hat sich mein Messi irgendwo mit seinen Bedürfnissen untergeordnet? Für mich scheint Messitum so ziemlich das Egoistische zu sein, was man seinen Liebsten antun kann! Vor allem wenn diese weltlich von einem abhängig sind, mit in der selben Bude wohnen oder oder oder.. Ja, ich könnt schreien, zehn Millionen Gefühle schießen mir durch den Kopf, wenn ich mir vorstelle wie (m)ein Messi es so hinstellt, als wäre sein Problem eine zu große GUTMÜTIGKEIT und UNTERORDNUNG desselbst gewesen, und deswegen hätte er mir all das angetan. WO DENN? Ohne Witz! Bei diesem Gedanken habe ich mich 2 h im Bad eingesperrt und geheult, und abwechselnd die Fäuste geballt und dann wieder verzweifelt geweint.

Bitte, versteh mich nicht falsch. Ich will nicht schon wieder über "IHN" reden, ganz und gar nicht. Aber dein Beitrag spricht genau dieses Gefühl in mir an, dass mir so wirklich furchtbar bitter ist. Hat mich ergriffen. Drum wollte ich Dir - diesmals aus Sicht einer Angehörigen - mal meine Sicht dazu beitragen. Und ich hoffe sehr damit niemanden beleidigt zu haben.

Ganz lieben Gruß,
Astarte


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