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Micha @, Mittwoch, 23.07.2008, 17:23 (vor 6391 Tagen) @ alexander

Das Leben ist Müll !
Die Messies sind unter uns

exklusiv - die reportage

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen unter dem so genannten "Messie"-Syndrom.
Die Bezeichnung "Messies" stammt von dem englischen Wort "mess" ab und bedeutet soviel wie Unordnung, Dreck, Schwierigkeiten. Zu den Symptomen dieses Krankheitsbildes gehört Unordentlichkeit, zwanghaftes Sammeln wertloser Dinge, die Unfähigkeit, den eigenen Alltag zu organisieren sowie eingeschränktes Sozialverhalten. Mit einfachen Worten: "Messies" versinken in ihrem Chaos und sind nicht in der Lage, es aus eigener Kraft zu beheben. "EXKLUSIV - DIE REPORTAGE" hat Betroffene besucht.

Reportage | D 2007 | Beginn: 23:15 | Ende: 00:15

Vor sechs Jahren wurde bei Petra Z. das „Messie"-Syndrom diagnostiziert. Ihre letzte Beziehung beendete sie, weil ihr damaliger Freund versucht hat, die gemeinsame Wohnung aufzuräumen. Doch nicht nur ihr Lebenspartner litt unter der chronischen Unordnung, ihr zehnjähriger Sohn leidet immer noch darunter. Einen geregelten Tagesablauf, wie er ihn als Kind unbedingt bräuchte, kennt er nicht. Gemeinsam mit Petra lebt er in einem alten Bauernhaus: gesprungene Kacheln, kaputte Schränke und eine heillose Unordnung prägen das Bild. Aber Petra schafft es nicht, die Zustände zu ändern: „Ich schäme mich dafür und lasse niemanden mehr rein."

Auch M. ist ein „Messie". Egal was er anfängt, er bringt nichts zu Ende. Da er seinen Schrank nie fertig aufgebaut hat, türmen sich seine Klamotten in der ganze Wohnung. Dazwischen lagern Teppiche und eine riesige Menge an gesammelten Zetteln. Freunde und Bekannte hat der 25-jährige Hartz IV-Empfänger keine mehr. Wie Petra ist auch er nicht imstande, seinen Alltag zu organisieren.

Diese Orientierungslosigkeit ist charakteristisch für „Messies":
Es ist das innere Chaos und das psychische Ungleichgewicht, das sich nach außen kehrt.

Gisela M. versucht anhand von Listen, die sie über den Tag verteilt abarbeiten muss, der Desorganisation Herr zu werden. Dinge wie Aufstehen, Katze füttern und Einkaufen, selbstverständliche Alltäglichkeiten, kann sie nur mit solchen Listen erledigen. Sie hat sich freiwillig in Therapie begeben und ihre Therapeutin sowie eine Selbsthilfegruppe unterstützen sie nun dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.


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