Messiekollegin (Allgemein)
Hallo,
diesmal beschäftigt mich ein besonderes Problem.
Seit meiner Tätigkeit an der neuen Arbeitsstelle
muss ich mir einen Schreibtisch mit einer anderen
Kollegin teilen.
Allem Anschein nach handelt es sich dabei um einen Messie.
Sie hat viel Zeug und breitet sich damit aus.
Oder anders herum, sie hat es nicht geschafft
innerhalb eines Jahres mir die Hälfte des Tisches
zur Verfügung zu stellen und ihr Zeug auf ihre Seite zu räumen.
Da ich selbst auf der Arbeit sehr organisiert bin und keine
Messieanzeichen habe, ist meine Arbeitsfläche frei.
Oft legte sie ihre Papiere auf meiner Seite ab.
Genauso oft legte ich sie auf ihre Seite zurück.
Nun habe ich mir meinen Bereich selbst genommen.
Ich habe einen Teil ihrer Sachen auf ihre Seite gelegt/gestellt
um meine Sache dafür unterbringen können.
Nun habe ich auch Beinfreihiet unter meiner Hälfte.
Ich kann meine Unterlagen griffbereit nutzen
und finde sie nach Sachgebieten geordnet leicht wieder.
Ihre Sachen habe ich ordentlich in eine kleine Kiste gepackt
damit nichts durcheinander rutscht und bei ihr abgestellt.
Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?
Ich will mich auf der Arbeit nicht outen.
Zumal ich ja auf dem Weg der Besserung bin
und meine Arbeit nicht darunter leidet.
Ich bin ganz im Gegenteil auf der Arbeit sehr
gewissenhaft und sehr gut organisiert.
Dort bin ich fast Symptomfrei, bis auf gelegentliche
Aufschieberlies, die ich aber bisher alle fristgerecht erledigt habe.
Wie gehe ich aber mit der Schreibtischorganisation um?
War es o.k. für meine Bedürfnisse einzutreten?
War es o.k. mir meinen Platz und Raum zu nehmen?
Wie seht ihr das? Mache ich mir allzuviel den Kopp?
Vielleicht merkt die Kollegin gar nicht die Veränderung?
Von wessen Seite ging die "Grenzüberschreitung" aus?
Hat sie sie verletzt indem sie sich ausbreitete
oder habe ich durch mein Handeln die Grenze überschritten?
Selten kann ich den gemeinsamen Stuhl benutzen, weil
ständig etwas darauf abgestellt ist.
Unter dem Tisch stößt man sich häufig die Füße weil viel
darunter deponiert ist. Ihr wisst schon, was ich meine.
Ich kann auf der Arbeit nicht auch noch den Mess ertragen.
Ich hab hier zu Hause schon genug damit zu kämpfen.
Aber der unmittelbare Mess einer Kollegin auf der Arbeit macht mir zu schafen.
Ich will mich nicht "anstecken" lassen.
Auf der Arbeit brauche ich Ordnung und Klarheit,
ansonsten leidet die Arbeit darunter.
Ich weiß auch nich, warum es mir auf der Abeit leicht fällt
alles im Griff zu haben. Bin ich da ein anderer Mensch?
Auch zu Hause hatte ich bisher zwei verschiedene Schreibtische.
Dort habe ich privat und berufliches strikt getrennt.
Die beruflichen Unterlagen sind auf dem Laufenden und geordnet.
Warum gelingt es mir da, aber nicht bei meinen privaten?
Soll ich der Kollegin helfen? Wie? Ohne mich selbst outen zu müssen?
Ist es meine Angelegenheit ihr einen Weg aus dem Mess aufzuzeigen?
Ich möchte lieber bei mir bleiben.
Ich bin total unsicher.
Vielleicht mache ich mir auch nur zu viele Gedanken
Sakem
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dafür , das du das so gut trennen kanst .
~ Micha