Re: Buchstabe J = wie Jammern (Allgemein)

MarLe, Mittwoch, 24.03.2010, 10:08 (vor 5785 Tagen) @ muecke

Morgen,
den 'guten' schenk ich mir, denn hier ist es keiner.

Ich dachte mir unter "J" sowas, wie
# Jacken
# Jenseits der Couch
# Jetzt (bedeutet, mal alle nicht aktuellen Schuhe wegräumen *winke zu Paladin, mein Tisch wird zu klein)
# jagen ( " , in jedem Zimmer 5 Min. Irrläufer suchen und wegräumen)
# aber heute beim Buchstaben-(Tag) selber paßt das alles gar nicht,
heute ist es ein "J", wie Jammern.
*heul*
Mindestens einmal im Monat gibt es eine (mind.) mittlere Katastrophe, die es zubewältigen gilt.
Für mich mittelgroß - ein Glück, dass ich soviel aushalte.

Ich kenne viele Menschen, die an solchen Dingen schon nimmer weiter wissen,
ganz zu schweigen, von den richtig großen Schlägen.
Kleine Katastrophen gibt's hier gar nicht, sowas wird im Vorbeigehen erledigt.
*kicher*
O.K. aufgemuntert.
---
Was mich aber richtig ..mhm.. stört, ist, dass ich erlebe und bei meinen Großeltern z.B. erlebt
habe:
Es gibt auch ein ganz anderes Leben.
Es gibt Menschen, die über weite Strecken des Tages immer die gleichen Sachen machen, Tag ein, Tag aus.
Monate, Jahre. Und das funktioniert!
Bei meinen Großeltern war's so, dass sie bis 10.00 Uhr ihren geregelten Ablauf hatten,
dann folgte das Mittagessen (jeden Tag pünktlich) und der anschließende Mittagsschlaf.
In der Zwischenzeit war Platz für ...mhm... Leben ? Spantanität ? für alles Andere, z.B. auch für den Arzt.
Nach dem Mittagsschlaf gab es den obligatorischen Kaffee und dann war der Tag erst wieder
ab 18.00 Uhr festgelegt. Zum Abendessen und Tagesausklang.
Jeder Tag war so strukturiert.
Und diese Struktur hatte auch noch (!), in Teilen, Bestand, wenn z.B. ein Krankenhausaufenthalt
dazwischen kam.

Mei mir -und nicht nur an meiner Person festgemacht-, bei uns funktioniert es nicht.
Selbst, wenn durch alle Widrigkeiten hindurch, so etwas, wie ein bischen Struktur
durchkommt, geht das spätestens bei der monatlichen Katastrophe ganz den Bach runter.
Danach kann dieses zarte Pflänzchen nicht wieder einfach weiter gepflegt werden,
also wieder da beginnen, wo man aufgehört hat, wieder die Strukturen aufnehmen.
Das funktioniert nicht.
Es muss wieder etwas anderes her. Das "Alte" ist dann schon wieder über-lebt.

Das nervt mich. Macht mich auch fertig.
Einzig und alleine die Strukturen, die mir von außen aufgedrängt sind, haben ihren Bestand.
Aber selbst die muss ich mit Händen und Füßen verteidigen.
Oft genug muss ich auch daran gehen und "was drehen".
Z.B. die Mittagspause durcharbeiten, damit frührer frei ist, oder zwischendrin einen Termin
wahrnehmen, dafür früher anfangen, oder länger bleibenStrukturen von außen sind, z.B. Arbeit, Schule, feste Punkte.

Wie toll, wenn ich höre: In der Mittagspause kaufe ich ein und nach der Arbeit wird gekocht
und wir essen alle zu Abend.
Halllloooo! Wo bitte bleiben da die Konferenzen, die Notfall-OP's, die Unfälle, die Banktermine, .....usw.
Alles eine Frage der Organisation?
Da kann ich organisieren und delegieren, soviel ich mag - mindestens einmal im Monat bricht
jedes System zusammen.
Und, dass sollte mich vielleicht beruhigen, das wäre bei anderen Leuten auch so.
Höre ich zwar und nehme ich wahr, ändert aber nichts.
---
So, genug gejammert.
Auf zum nächsten AHA-Termin.
Winke,
bis ca. 12.00 Uhr bin ich mal wieder nicht am Ball. *seufz
(Dabei wäre mir das wirklich lieber)

Liebe Grüße
Marlene


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