Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um? (Allgemein)

MarLe, Mittwoch, 20.01.2010, 10:35 (vor 5848 Tagen)

Guten Morgen,
Meine Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

Ich selber merke oft, wie mich "Störungen" aus der Bahn werfen.
Weniger die kleinen Dinge, wie z.B. mal ein Gespräch mit Nachbarn,
auch längere Wartezeiten irgendwo treffen mich weniger.
Manches kann ich in meinen Plan (vom Tag) großzügig mitabdecken.

Anders schaut es aber z.B. aus, wenn sich ein Handwerker für den
Vormittag angemeldet hat, aber bis zum späten Nachmittag immer noch
nicht da war, oder schlechte Nachrichten, oder niederschmetternde Post,
oder, wenn der Schlafrhythmus gestört wird, ...oder....oder.Da gerät der ganze Tag aus den Fugen.
Mir fällt es sehr schwer, dann wieder in eine Struktur zu kommen.
Das ist dann ein richtiger Kampf.
Oft ist es dann auch so, dass die alte Struktur
- wie ein zu eng oder zu klein gewordenes Kleidungsstück -
nicht mehr paßt und etwas Neues, angepaßtes her muss.

Nicht nur um die Struktur geht es, sondern auch darum, mit mir selber
wieder nett und freundlich umzugehen, und sogar ersteinmal Ärger und
Wut ziehen zu lassen, runter zu kommen.

Für's Runterkommen hab ich mein 'Notfallköfferchen',
da hilft es z.B. erstmal etwas kreatives zu machen,
damit kann ich dann auch wieder den Blick verändern und
anders mit mir umgehen.
Soweit geht es ganz gut.
Nur wieder ins Tun und ins geplante (sinnvolle) Tun zu kommen,
um wieder in ein Fahrwasser zu gelangen, da dauert es und bereitet
mir große Schwierigkeiten.

Wie schafft ihr das?
Welche Hilfsmittel habt ihr?

Neugierig
Marlene

Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

Janna, Mittwoch, 20.01.2010, 10:57 (vor 5848 Tagen) @ MarLe

Liebe MarLe,

ehrlich gesagt, ich weiß es nicht ich werde mir mal drüber Gedanken machen.
Danke für den Input. [image]

<small>Naja, meine Antwort wird Dir nicht grade weiterhelfen,
aber ich wollte zumindest ein Feedback geben</small>

Liebe Grüße
Janna

Mein Senf (Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

Janna, Donnerstag, 21.01.2010, 14:39 (vor 5846 Tagen) @ Janna

Liebe MarLe,

jetzt mal unsortiert meine Gedanken:

Es ist ein Unterschied, ob ich im Stress bin oder eher sehr gelassen.
Wenn ich im Stress bin, werfen mich Störungen aus der Bahn,
ich reagiere wütend,
habe Probleme, mich abzugrenzen
und bei meinem Ding zu bleiben.
So in etwa breiten sich dann folgende Gedanken in mir aus:
Der will was von mir,
der überfordert mich,
der kann mich nicht leiden,
der setzt mich unter Druck.

Lösungsmöglichkeit?
Ich arbeite daran.
Meine obigen (kursiv gedruckten) Gedanken haben etwas von dem "Inneren Kind",
das sich nicht wehren kann gegen die Störung,
sich hilflos und überfordert fühlt
und dann unkontrolliert und nicht zielgerichtet um sich schlägt.

Also wäre eine Lösungsmöglichkeit,
dass sich das "Innere Kind" an die erwachsene Janna erinnert.
Und dass die erwachsene Janna das "Innere Kind" an der Hand nimmt
und es in einer solchen Situation erst einmal beruhigt:
Keep cool, wir schaffen das schon!
So wird erst einmal eine gewisse Distanz zur Situation hergestellt,
aus der ich dann ruhiger und angemessener sowie zielgerichteter
reagieren kann.

Dies ist mein Plan, in Zukunft mit solchen Dingen umzugehen.
Diese Vorgehensweise dürfte mir auch bei überzogenen Forderungen im Arbeitsleben
und bei Mobbing sehr hilfreich sein.

Wenn ich gelassen bin, stecke ich die Störung leichter weg.
Sie ist in dem Sinn keine "Störung" für mich (also was Negatives,
denn das Wort "Störung" ist für mich negativ behaftet).
Es ist dann eher eine "Unterbrechung".
Ich mache kurz (oder auch länger) was anderes
und kann danach mit der früheren Tätigkeit weiter machen.
Oder ich kann ziemlich ruhig sagen:
"ich kann das jetzt nicht machen"
und evtl. einen Ausweichtermin oder eine sonstige Alternative anbieten.

Es kommt auch darauf an, WER der Störer ist.
Ist es jemand, den ich gut leiden kann,
macht mir die Störung weniger aus,
als wenn es jemand ist, den ich nicht mag,
oder jemand, der immer nur fordert, aber nichts gibt.

Liebe Grüße
Janna

Re: Mein Senf (Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

Wolfram, Donnerstag, 21.01.2010, 16:45 (vor 5846 Tagen) @ Janna

das hört sich ja alles ganz gut an. Aber in der Wirklichkeit sehe ich da Probleme. Mein "inneres Kind" meldet sich eben bei Problemen und da kann ich auch nicht einfach abwarten, wenn das Problem die Zeit ist.
Und eine Lösung des Problems sehe ich auch nicht, wenn einer über mich bestimmen will. Da kann ich mich nur abwenden und mir sagen, ab jetzt ist das Euer Problem.

Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

Wolfram, Mittwoch, 20.01.2010, 12:18 (vor 5847 Tagen) @ MarLe

mich stört es sehr, wenn ich mit einer Aufgabe von anderen abhängig bin und dann kommt keine Antwort. Dann bleiben die Sachen so lange liegen bis eine Antwort kommt. Und wenn keine kommt, bleibt das ewig liegen, weil die Aufgabe ja noch nicht fertig ist. Besonders im Beruf ist mir das aufgefallen. Zuhause mache ich ja alles selbst, soweit die Zeit reicht, aber auch da bleibt eben manches liegen, weil es noch nicht fertig ist.

Störungen von außen sind bei mir immer Abhängigkeiten und darum sammle ich Informationen, um möglichst unabhängig zu sein.

Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

Xandria, Mittwoch, 20.01.2010, 16:13 (vor 5847 Tagen) @ Wolfram

Störungen von außen sind bei mir zu 90 % Telefongespräche.

Mit dem Telefon hab ich ohnehin immer mal wieder so meine Schwierigkeiten. Bin manchmal nicht gerne erreichbar und es nervt, wenn man durchs Telefonklingeln immer in seinem Arbeitsfluss unterbrochen wird. Arbeite ja auch tagsüber mit dem Telefon vielleicht daher.

Telefonpara ist für mich gut, funktioniert und ist auch gewollt, aber dann kommen immer wieder Telefonate mit Freundinnen dazwischen, die ich einfach als störend empfinde.

Gut, manchmal gibt es wichtiges zu bereden. Aber wenn mir meine Freundin mehrmals in der Woche mit demselben Drama kommt, dann will ich auch nicht mehr zu hören. Abwimmeln kann ich aber immer sehr schlecht. Genauso bei Leuten von denen ich schon länger mal nix gehört hab. Aber solche Telefonate kommen dann manchmal auch zu einer ungünstigen Zeit. Trotzdem wimmelt ich sie dann nicht ab. Nein, wenns brennt, hab ich ein offenes Ohr. Obwohl es mir umgekehrt schon mal passiert ist, dass ich abgewimmelt wurde.

Einfach nicht drangehen und den AB seine Arbeit machen lassen, schaffe ich auch schlecht, zu neugierig.

Meine Freundin ist bislang die einzige gewesen, die mich anonym anruft. Wenn auf dem Display anonym steht, weiß ich das ist sie (meistens jedenfalls). Jetzt gibts aber derer Freundinnen zwei und so passierte es gestern, dass ich erst mit der einen gewollt telefoniert habe, unterbrochen wurde und beim 2. anonymen Anruf war dann die andere dran. Mit der wollte ich gestern nicht wirklich telefonieren (dasselbe Drama zum xten Mal).

Außerdem ruft sie mich an, wenn ihr langweilig ist und ich soll sie dann unterhalten. Solche Gespräche laufen dann so ab:

Freundin: Hallo, ich bins!
Ich Hi, wie gehts?
Freundin: Gut!
SCHWEIGEN!
Ich: Was gibts?
Freundin: Nix!
SCHWEIGEN!
Ich (verwundert): Äh dein Anruf wird doch irgendeinen Grund haben!
Freundin: Nö, ich wollt nur mal hören, obs bei dir was neues gibt!
Ich (leicht genervt): Ne, eigentlich nicht - sonst hätte ich dich schon angerufen!
SCHWEIGEN!
Freundin (enttäuscht): Achso!
Ich (genervt): Äh und jetzt?
Freundin: Nix weiter ich sag dann mal tschüss!
Ich: Tschüss
Gespräch beendet.

Sowas passiert mir nicht nur mit ihr, sondern auch mit anderen auch mit meiner Mutter. Okay, die zieht sich dann irgendwelche hahnebüchene Geschichten aus dem nicht vorhandenen Hut. Aber ich brauch solche Gespräche nicht.

Wie ich damit umgehe, gar nicht oder so wies kommt. Telefonzeiten vereinbaren wird wohl nicht klappen. Mein Umfeld merkt es sich ja noch nicht mal das ich Mittwoch erst spät zu Hause bin (weil Muddi-Tag). Da hab ich dann die meisten Anrufe auf dem AB.

Das ist auch etwas mit dem ich sehr schlecht klarkomme, du sagst denen was und denen ist es schlichtweg egal. Das ist aber ein anderes Thema

Gruß Xandria

(Gedanken) Telefon (war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

MarLe, Mittwoch, 20.01.2010, 19:08 (vor 5847 Tagen) @ Xandria

Liebe Xandria,
dein Beitrag hat mich erst zum lächeln gebracht und dann
(im weiteren Text) sehr nachdenklich gemacht.

So unterschiedlich kann es sein. *lächel
Das Telefon ist für mich keine Störung.
Zum Einen, weil ich "gelernt" habe mit dem Ding unterm Ohr
mich zu bewegen und zu arbeiten
<font size=-1>sowohl im Beruf, als auch zu hause</font>

Ungewollte Telefonate beende ich schnell.
Unpassende - habe ich geübt und übe noch - das meinem
Telefonpartner zu sagen.

Ich bin der Überzeugung, dass ein "unehrlich" geführtes
Telefonat das auch vermittelt, dass es spürbar ist/wird.
Es bringt weder mir, noch dem Telefonpartner etwas, wenn
einer von beiden eine Art Pflicht erfüllt.
Nichts ist so wichtig, dass es durch Warten nicht noch wichtiger
werden würde, sagte mein Chef immer. *lächel
Davon abgesehen gibt es passendere Stellen für Hilfe oder
Problemlösungen als mein Ohr, als ich.
"Abgeben" können ist auch etwas, was man üben kann.
---
Zu dem geschilderten Gespräch ...fielen mir eigene Erlebnisse ein.
Erinnerungen.

Ganz abgesehen von meinen Erinnerungen hat mich jedoch
etwas sehr verwundert:
Du hast gefragt, Zitat: "Hi, wie gehts?"

Meine Gedanken dazu:
Wie kann ich das verstehen.
War es dir mit dieser Frage ernst oder benutzt
du tatsächlich solche Floskeln.
Und wenn, warum.

Ist dir dieses bewußt - weil, alles hat ja eine Wirkung.
Aktion und Reaktion. *grins
---
War ein kleiner Teil meiner Gedanken.

Lieben Gruß
Marlene

Re: Floskeln (war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

Xandria, Donnerstag, 21.01.2010, 13:14 (vor 5846 Tagen) @ MarLe

Hallo Marle,

deine Antwort hat bei mir eine Nach-fühlen,-spüren und -denken über mich selbst ausgelöst.

Ich bin der Überzeugung, dass ein "unehrlich" geführtes
Telefonat das auch vermittelt, dass es spürbar ist/wird.
Es bringt weder mir, noch dem Telefonpartner etwas, wenn
einer von beiden eine Art Pflicht erfüllt.

Das stimmt. Ich denke meine Gesprächspartner bekommen schon manchmal zu spüren, dass sie stören. Wenn auch ungewollt. Aber das richtige Aussprechen kriege ich noch nicht wirklich hin. Fällt mir schwerer als das Spüren-lassen. Wunder mich grad selber drüber. Aber das "Aussprechen" ist in Arbeit

Nichts ist so wichtig, dass es durch Warten nicht noch wichtiger
werden würde, sagte mein Chef immer. *lächel
Davon abgesehen gibt es passendere Stellen für Hilfe oder
Problemlösungen als mein Ohr, als ich.
"Abgeben" können ist auch etwas, was man üben kann.

Auch das stimmt! ABER die Freundin/Freunde sind doch in den meisten Fällen die erste Anlaufstelle, oft weil man selber nicht weiß wohin mit seinen Problemen. Da höre ich ja dann auch zu, wie unpassend es bei mir auch gerade sein mag.

Ganz abgesehen von meinen Erinnerungen hat mich jedoch
etwas sehr verwundert:
Du hast gefragt, Zitat: "Hi, wie gehts?"
Meine Gedanken dazu:
Wie kann ich das verstehen.
War es dir mit dieser Frage ernst oder benutzt
du tatsächlich solche Floskeln.
Und wenn, warum.
Ist dir dieses bewußt - weil, alles hat ja eine Wirkung.
Aktion und Reaktion. *grins

Als ich darüber nachdachte, habe ich festgestellt, dass diese Floskel für mich 3 Funktionen hat.

1. Pure Höflichkeit. Ja, es ist eine durchaus angelernte und verinnerlichte Floskel, die man unbewusst und ungemeint vor sich hinsagt. Da das meist darauf folgende "Gut" genauso oft unbewusst und ungemeint zurückkommt, sehe ich kein Problem darin, diese Floskeln auszutauschen. Sinnvoll, oder nicht!

2. Gesprächsbeginn. Ich habe oft das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich ein Gespräch in Gang bringen/halten soll. Da nutzt so eine allgemeine Floskel doch schonmal was. Wenn dann darauf eine ungemeintes karges "Gut" folgt, hat man halt Pech gehabt. Bei einem "Gut und dir?" Kann man sich ja was einfallen lassen und dann kommt man sozusagen vom "Hölzchen aufs Stöckchen".

3. Ist die Nachfrage auch durchaus ernst gemeint. Bei Personen, die ich lange nicht gesehen/gesprochen habe. Oder eben bei besagter Freundin, bei der sich die Dramen zwar in die Länge ziehen aber auch ein gewissen Fortgang in der Dramatik haben. Naja, sind nicht immer Dramen. Manchmal hör ich es aber auch an der Stimme, ob etwas schlimmes oder gutes passiert sein könnte. Dann frage ich aber meistens: "Was ist los?" oder "Was ist passiert?"

Jetzt aber auch mal DANKE an dich für die Denkanregungen!

Gruß Xandria

Re: Floskeln (war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

Wolfram, Donnerstag, 21.01.2010, 16:48 (vor 5846 Tagen) @ Xandria

im allgemeinen freue ich mich immer über einen Anruf, privat. Nur 1x hat eine angerufen, da hab ich mich mit einem etwas blöden Ton gemeldet, weil ich schon ahnte, dass sie dran war und vorher schon nicht mit mir sprechen wollte. Daraufhin hatte sie gleich aufgelegt und nach kurzer Zeit wieder angerufen, um mir zu sagen, dass sie nicht mit mir reden will. Bei vorherigen Anrufen von ihr hat sie sich nur gemeldet und ich war dann dran, etwas zu sagen. Fand ich eigentlich auch blöd, aber ich habe das immer hinbekommen und vielleicht war das auch Absicht.

Vor noch nicht allzulanger Zeit, als ich mit dem Modem im Internet war und es auf dem Handy klingelte, hatte es mich noch gestört. War eine neue Erfahrung für mich. Ich hatte gesagt, Moment, um mich vom Internet abzumelden und das hat sie gestört. Später habe ich mich einfach abgemeldet, ohne was zu sagen.

Ich verstehe eigentlich nicht, warum man das nicht sagen soll, wenn ich gerade beim Fernsehen bin oder unterwegs, wenn es schlecht paßt. Man könnte doch sagen, kannst Du später noch mal anrufen oder Ich rufe zurück, wenn die Fernsehsendung aus ist. Meist gebe ich dann noch eine Uhrzeit an. Wenn sich die Anruferin dann benachteiligt fühlt, weil sie meint, Fernsehen ist wichtiger als sie, dann ist das wohl eher ihr Problem, oder?

Nichts ist so eilig, als das es durch Liegenlassen nicht noch eiliger werden könnte, sagte mal ein Bekannter im Hinblick auf seine Arbeit.

Im Büro wurde ich oft gefragt, wie gehts. Ich habe "gut" gesagt, aber manchmal waren die dann schon weiter gegangen und haben mein "gut" garnicht mehr gehört. Ich sehe das jetzt als Ersatz für "Hallo" an. Früher gab es aber das "Hallo" nicht bzw. war nicht üblich.
Es kommt auch darauf an, wer fragt. Im Büro habe ich das als Floskel angesehen und auch so behandelt. Zu 3. stimme ich Dir zu.
Zu 2. hatte ich aber mal ein großes Problem.
Ich gehe Weihnachten zu Besuch zwangsweise und werde mit "wie gehts" begrüßt. Ich sage "schlecht". Er: ja, mach doch ein fröhliches Gesicht, es ist doch Weihnachten. Ich habe keine Luft mehr bekommen, bin rausgegangen, um mehr Sauerstoff einzuatmen und habe mich dann auf ein Bett gelegt, um zu entspannen.

Gruß
Wolfram

(Gedanken) Abhängigkeiten...(war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

MarLe, Mittwoch, 20.01.2010, 18:49 (vor 5847 Tagen) @ Wolfram

Guten Abend,
Wolfram schrieb (Zitat):
">mich stört es sehr, wenn ich mit einer Aufgabe von anderen abhängig bin ...

Störungen von außen sind bei mir immer Abhängigkeiten und darum sammle ich Informationen, um möglichst unabhängig zu sein."

moment, ich klau mal Micha's Smilie: [image]

Kommt mir doch soooo bekannt vor. Handreich und schüttel.

Aber: Daraus entstand auch unschönes/unpraktisches,
nämlich, lieber selber machen.
Äußerst unpraktisch.
<font size=-1>sowohl im Beruf, als auch mit/in der Familie</font>
Zudem sind die Ansprüche an mich selber viel höher, als ich sie an Andere stelleIch übe.
Übe das Delegieren und auch das Ansprüche-zurückschrauben.

Sehr hilfreich ist mir der Merksatz: 'Ist es mein Bier?'
Damit kann ich mich schnell in Verbindung setzen und mich zurück holen.

Der Weg hat mir auch gezeigt, was ich gut kann und worin ich gut bin.
Das gibt Selbstvertrauen und auch Selbstbewußtsein.
Es gelingt mir öfter mich so anzunehmen.

Es wird immer irgendwelche Abhängigkeiten geben,
da heißt es -für mich- damit zu leben.
Diese zu vermeiden, hat mein Chaos vergrößert und mich sehr beansprucht.
Da will ich raus.

Lieben Gruß
und danke für deinen Gedankeninput!
Marlene

Re: (Gedanken) Abhängigkeiten...(war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

Wolfram, Donnerstag, 21.01.2010, 00:30 (vor 5847 Tagen) @ MarLe

Aber: Daraus entstand auch unschönes/unpraktisches,
nämlich, lieber selber machen.
Äußerst unpraktisch.
sowohl im Beruf, als auch mit/in der Familie
Zudem sind die Ansprüche an mich selber viel höher, als ich sie an Andere stelle

Und weil die eigenen Ansprüche höher sind, muß ich alles selbermachen. Andere machen das doch nicht so, wie ich etwas haben will. Finde ich schon praktisch, wenn ich das alles mache, wenn die Arbeit und das Papier nicht wäre. Im Beruf habe ich beim Delegieren auch öfter gedacht: In der Zeit, wo ich einem anderen erklärt habe, was der machen soll, hätte ich das auch selber gemacht.

Ich übe.
Übe das Delegieren und auch das Ansprüche-zurückschrauben.


das Ansprüche zurückschrauben habe ich wohl auch schon gemacht, aber nicht bewußt, sondern weil sich das aus dem Messie so ergeben hat.

Der Weg hat mir auch gezeigt, was ich gut kann und worin ich gut bin.
Das gibt Selbstvertrauen und auch Selbstbewußtsein.


Ja, diesen Weg bin ich ja auch gegangen. Ich kann vieles und bin in vielem gut. Das stärkt jetzt auch mein Selbstbewußtsein, hoffentlich.

Es gelingt mir öfter mich so anzunehmen.


Ja, aber eine Unterstützung von außen brauche ich trotzdem noch.

Es wird immer irgendwelche Abhängigkeiten geben,
da heißt es -für mich- damit zu leben.
Diese zu vermeiden, hat mein Chaos vergrößert und mich sehr beansprucht.
Da will ich raus.


Kommt mir doch soooo bekannt vor. Handreich und schüttel. find ich gut und hab es an diese passende Stelle kopiert.

Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

MaZe, Donnerstag, 21.01.2010, 02:16 (vor 5847 Tagen) @ Wolfram

Störungen/Ablenkungen bringen mich oft vom Weg ab,
schon oft fiel mir das auf, wenn ich voll in konstruktivem Fluss warratz-fatz bin ich draussen und erinner mich grad noch dran, dass ich eben noch voll den Plan hatte.

Daher mach ich mir Notizen für meinen groben Pfad,
und da sich Zettel schnell verlieren, speicher ich meinen Weg mittels Symbolen ins Hirn.

Kreatives Mantra zur Selbsthilfe.

mich stört es sehr, wenn ich mit einer Aufgabe von anderen abhängig bin und dann kommt keine Antwort. Dann bleiben die Sachen so lange liegen bis eine Antwort kommt. Und wenn keine kommt, bleibt das ewig liegen, weil die Aufgabe ja noch nicht fertig ist. >Störungen von außen sind bei mir immer Abhängigkeiten und darum sammle ich Informationen, um möglichst unabhängig zu sein.

Ooh ja.

Bei mir sind es oft IDEEN, wo ich eine Rückmeldung von Aussen erhoffe,
als Bestätigung oder auch Kritik, und wenn da nix kommt, sackt die Energie manchmal in sich zusammen.

Innenwelt <> Aussenwelt

Das ist schade & doof - ich bin doch kein Kleinkind das permanent Feedback von P&M braucht!?!
D.h. ich muss mich selber bestätigen und selbständig die eigene Energie dahin manipulieren dass mein Leben funktioniert.

Gestern <> Heute <> Morgen

Informationen zu sammeln, ist eine sinnvolle Strategie,
um langfristig Impulse zu balancieren.

Innenwelt <> Aussenwelt

Gemeinschaft ist wichtig, Menschen sind Netzwerk.

Innenwelt <> Aussenwelt

Unabhängig sein, mit Sonne im Herzen.

.:.

Alles Gute,
Mir & Euch

Re: Frage: Wie geht ihr mit Störungen von außen um?

Sanne, Mittwoch, 20.01.2010, 12:19 (vor 5847 Tagen) @ MarLe

liebe marle,

naja, wir heir haben ja immer mal wieder dusselige Post ......oder andere ereignisse, die mich aus der Bahn werfen.

und wenn, dann ja auch richtig.

dann läuft nix mehr.

über die jahre habe ich gelernt dass es so ist .

ich gehe dann baden.

oder jammere tom die ohren voll.

er hört dann meist nur zu.

weil dann alles elend dieser welt bei mir hochkommt.

alles was jemals schief lief.

dann irgendwann berappel ich mich.

und ann seufz ich mal tief udnd ann geht es wieder.

durch flylady weiss ich ja, was wann dran ist . Und heute muss und will ich im erdgeschoß alles richtig haben, familiär ja, aber doch gut aufgeräumt.

es geht tatsächlich nicht anders. und es geht . ich bin so mega froh , dass es klappt.

am wochenende bakamen wir ganz schreckliche Post, das hat mich dann das WE gekostet, da kam ja keiner. da konnte ich mich lange suhlen...
ich grüße dich herzlich!

Sanne

suhlen oder abstürzen ? (war:Wie geht ihr mit Störungen von außen um?)

MarLe, Mittwoch, 20.01.2010, 19:22 (vor 5847 Tagen) @ Sanne

Liebe Susanne,
oh ja, schreckliche Post. *seufz

Und es gibt (bei mir) beide Zeiten,
die, wo ich einfach Auszeit brauche, das ganze
Elend mit mir trag und mich suhle,
aber auch die Zeit, in der ich abstürze und
nicht so einfach auf die Beine komme.
Starten und wieder etwas aufbauen, eine Struktur
finden, Rituale entwickeln... da wieder hinkommen,
dass ist schon ein unglaublicher Schritt.

Toll, dass dir "FlyLady hilft". *finde

Lieben Gruß und eine Umarmung
Marlene

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