OT Gedankenfluss (sehr lang) (Allgemein)

muecke, Samstag, 09.01.2010, 08:56 (vor 5860 Tagen)

Hallo,

ich schreibe mal wieder, was mich gerade bewegt. Das hilft mir mich zu verstehen und meine Gedanken zu ordnen.

Vielleicht wiederhole ich mich auch.

ich will meine Bedürfnisse erkennen, mich selbst wichtig nehmen und gut für mich sorgen.

Das heißt, erst mal sehen ob es mir gut geht mit den Forderungen (welcher Art auch immer),

die andere an mich haben.

Das Problem habe ich also erkannt. Nur wenn es mir gut geht, dann kann ich auch für andere dasein.

Die Umsetzung macht mir zu schaffen.

Mir wurde als Kind gesagt: sei bescheiden, stell keine Ansprüche, du bist nicht so wichtig.

Sei froh, wenn du irgendetwas bekommst, Warte, bis du gefragt wirst.

Diesen Müll schaffe ich nach und nach aus meinem Kopf.

Das ist mit jeder Menge schlechtem Gewissen und auch immer mit der Frage: "Darf ich das?" verbunden.

Ja, ich bin wichtig. Ich darf Ansprüche haben. Ich sage, was ich will und was mir nicht passt.

Es passiert nichts Schlimmes. Nur Positives. Nämlich, dass es mir besser geht, dass es mir gutgeht.

Es ist wirklich zäh.

Ich habe dann auch ein schlechtes Gewissen gegnüber meinen Mitmenschen.

Weil muecke nicht mehr so funktioniert, wie früher. Gibt Widerworte. Stellt Ansprüche. Macht nicht mehr alles, um das sie gebeten wird.

Hat nicht mehr immer Zeit. Bricht einfach aus ihren Käfig aus.

Das löst Verwunderung und auch widerstand bei den Mitmenschen aus. Weil sich jetzt etwas ändert. Und es nicht mehr so bequem ist.

Ja spinnt den die muecke? was ist denn auf einmal mit der los?

Und für mich ist es schwere Arbeit mich trotz dieses schlechten Gewissen und des Widerstandes zu ändern.

Mir weiterhin zu versichern, dass ich wichtig bin.

Aber jeder Erfolg macht mich stärker.

Auch mein Mann muss sich umstellen. Jetzt sage ich ihm, wenn ich mich verletzt fühle. Sage auch , was ich möchte.

und das deutlich und nicht in Andeutungen.

Und es hilft mir aus dem Chaos. Ich bin es wert in einer schönen Wohnung zu leben.

Ich bin es wert meine Kleidung sauber und gebügelt im Schrank zu haben.

Ich habe eine liebe Bekannte, die ab nächsten Freitag bei mir putzen wird. Weil ich mir helfen lasse. Natürlich bezahle ich das.

Und ich leiste es mir, weil es mir guttut. Dafür dann lieber einige Frustkäufe weniger.

Heute und die nächsten Wochen werde ich für menie letzten Klausuren lernen. Das ist wichtig.

Alles andere muss jetzt ein paar Wochen zurückstehen. Aber ich habe ja vorgesorgt. Wir werden also nicht im Dreck ersticken.

Der essensplan wird einfacher. Ich werde ohne schlechtes Gewissen Fertiggerichte, oder fast fertige Gerichte kochen.

Dafür gibt es dann mehr Obst.

Die Wohnung kann auch noch ein paar Wochen auf die perfekte [image] Ordnung warten.

Jetzt wechsel ich in die Praxis.

An so einem Verscheiten Wochenende kann ich ruhig hier drinnen dem Lernen widmen.


LG muecke


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