Re: Spruch des Tages - 28.08.2009 - FREI-Tag ... (Allgemein)
Am
FREI-Tag, den 28.08.2009*
*************************************
SPRUCH des TAGES:
*******************************
WER das ZIEL kennt, kann entscheiden;
Wer das Ziel nicht kennt, kann nicht entscheiden,
aber das Ziel zu kennen liefert noch keine Entscheidungsgrundlage (außer Würfeln, aber dazu muß man das Ziel auch nicht kennen)
Zur Entscheidung gehört Information,
- je mehr, desto besser. Allerdings liefert mehr Info auch mehr Gegenargumente.....
- und die Bereitschaft, trotz Kenntnis von Widersprüchen sich für eine Seite zu entscheiden. Wer die Widersprüche oder Gegenargumente nicht sieht, macht es sich zu einfach. Das kostet den Steuerzahler gerade Milliarden.
wer entscheidet, findet Ruhe;
Warum? Entschieden, trotz Zweifel, und vergessen?
Was du durch eine (wohlüberlegte) Entscheidung gewinnst, sollte Freiheit sein dich anderen Themen widmen zu können.
Hast du ohne ausreichende Entscheidungsgrundlage entschieden, wird dich die Entscheidung weiterhin verfolgen.
Der Hauptunterschied zwischen Entscheidern und Messies?
Entscheider entscheiden auch ohne Wissen, glauben an sich selbst, und delegieren die Fehler an andere.
Messies sind oft Perfektionisten, kriegen also nie genug Fakten zusammen um eine Entscheidung zu begründen (macht ein Entscheider nicht) und hadern deswegen mit ihrer Lage, statt das Prinzip 'Augen zu und durch' zu praktizieren. Ist aber dieses Prinzip wirklich besser?
Fürs Individuum schon, für die Gesellschaft nicht. Die Fehler derer, die es sich zu leicht machen, werden von anderen ausgebadet. Das war schon immer so, immer fühlte sich irgendjemand verantwortlich den Karren aus dem Dreck zu ziehen, wenn der Chef Scheiße baute.
Neuerdings heißt das Konzept 'Outsourcing' und 'Globalisierung'. Das soll Kosten senken, dient aber eigentlich nur einem: die Verantwortung für Fehlentscheidungen auszulagern. Wenn in der eigenen Firma Schrott produziert wird, kann man die Verantwortlichen benennen, wenn man extern produzieren lässt weil es billiger ist kann man schlicht und einfach behaupten der Produzent hätte einem fürchterlich enttäuscht. Das ist Kaufmannsgesülze, der Ingenieur weiß was für welchen Preis nicht machbar ist.
wer Ruhe findet, ist sicher;
Warum? Gerade in der heutigen Gesellschaft solltest du höchst unruhig sein, wenn ein Vertreter (Handy, vermögensverwaltung, Steuersparen) auf dich zukommt, oder ein Parteipolitiker.
Wenn du Ruhe findest nicht weiter über das zu entscheidende Problem nachzudenken, weil du alles getan hast, dir die Fakten zur Entscheidungsgrundlage zu besorgen, und deine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen gefällt hast
- dann hast du entweder Ruhe
- oder aber die Entscheidung erfordert weitere Begleitung
wer sicher ist, kann überlegen;
Stimmt, aber die vorangegangene Entscheidung hat dir nicht automatisch Sicherheit gebracht
Überlegen musst du auch im Stress (ohne Sicherheit), die Entscheidungsqualität leidet darunter
wer überlegt, kann verbessern.
Stimmt.
Wer sich aber nur nach solchen Binsenweisheiten richtet, überlegt nicht
****************************************
...hoffentlich werde ich mein ZIEL "des JAHRES..." - rechtzeitig noch erreichen können
Hoffen und Harren hält manchen zum Narren
Harrer Rumpel
P.S.
Zum Thema Entscheidungen:
Entscheidungen hängen von Grundeinstellungen und Werten ab, nicht nur von objektiven Gegebenheiten.
Unsere lieben Manager begründen ihre Entscheidungen gerne mit BWL, Politiker halten da nicht mit VWL dagegn, das wäre unmodern.
bei beiden Begriffen möchte ich die Bezeichnung 'Wissenschaft' vermeiden, schließlich gibt es den sogenannten (ist kein echter) Nobel-Preis für Wirtschaftswissenschaft für Sachen, die voll konträr sind. "Wirtschaftswissenschaft" beinflußt den Gegenstand der Untersuchung, und ist (nicht nur) politisch gesteuert, schließlich sind auch Wissenschaftler darauf angewiesen, daß ihnen jemand Aufträge gibt. Der Unterschied zur Physik: In der Physik gibt es keine Hoffnung auf selbsterfüllende Voraussagen (self-fullfilling prophecies).
BWL (Betriebswirtschaftslehre) ist sinnvoll zur Optimierung einer Firma, Aufteilung in Betriebe, aber das Endziel der BWL ist natürlich: (fast) alle Mitarbeiter auf 1€-Jobs einzustellen, damit werden wir im Export unschlagbar.
VWL (Volkswirtschaftslehre) ist das nötige Gegengewicht zur BWL, denn VWL erkennt auch, das es nicht reicht viele Autos zu produzieren, verkauft werden können sie nur, wenn die Arbeiter auch genügend verdienen(BWL-mäßig würde man fordern, daß andere Betriebe so hohe Löhne zahlen sollten, daß man seine Autos verkaufen kann...)
Etwas voreingenommen halte ich zwar nicht viel von Ford-Technik, aber der Gründer Henry Ford wollte nicht beste, sondern bezahlbare Autos bauen, und bezahlbar auch für die eigenen Arbeiter.
http://www.jjahnke.net/ bringt ein bißchen Kritik zu den ewig gleichen Falschbehauptungen oder -Interpretationen unserer Politiker. Die Website ist seriös, schließlich war der Mann nicht nur Abteilungsleiter unter Köhler (umgekehrt hätte ich es besser gefunden) sondern schon Staatssekretär unter Schiller.
gesamter Thread:
- Spruch des Tages - 28.08.2009 - FREI-Tag ... -
Chaosinela,
28.08.2009, 08:01
- Re: Spruch des Tages - 28.08.2009 - FREI-Tag ... - Rumpel, 30.08.2009, 00:51
![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile)
![[image]](http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker)
![[image]](http://smiliestation.de/smileys/Gluecklich/164.gif alt=rofl)