Hilfe! Meine Wohnung erstickt im Chaos...Tipps, um die Unordnung systematisch an (Allgemein)

Eva, Samstag, 09.05.2009, 07:51 (vor 6106 Tagen)

Hilfe! Meine Wohnung erstickt im ChaosAutor: Elvira Lauscher
Veröffentlicht: 16.09.2008

in http://persoenlichkeitsentwicklung.suite101.de/article.cfm/hilfe_meine_wohnung_erstickt...

Es gibt ordentliche Menschen, die räumen einfach auf. Bei anderen scheint das Chaos auf Schritt und Tritt zu folgen. Doch auch der Haushalt kann besser gemanagt werden.

Ein chaotischer oder kreativer Mensch wird wahrscheinlich nie eine überall perfekt aufgeräumte und ordentlich geputzte Wohnung erreichen. Und dies ist auch gar kein erstrebenswertes Ziel, da die Wohnung, wie die Kleidung, ein Spiegel der Persönlichkeit ist. Aber das Chaos kann auch belastend werden, der dauernde Kampf um die Ordnung aufzehren. Daher ein paar Tipps, wie man sich selbst überlistet, um weniger Frust beim Aufräumen zu erleben.

Relativitätstheorie: Zeit ist relativ

Das wusste schon Albert Einstein und auch wenn er bei seiner Theorie sicher nicht an Hausarbeit gedacht hat, kann diese Erkenntnis nützlich sein. Jeder weiß, wie sehr sich das Zeitempfinden je nach persönlicher Verfassung verändert und eine Stunde ungeliebte Hausarbeit kann sich leicht wie zwei Stunden anfühlen. Stoppen Sie die Zeit, die Sie für bestimmte Dinge brauchen und notieren Sie sich diese auf. Oftmals ist man selbst erstaunt, dass zum Beispiel die Spülmaschine ausräumen effektiv nur fünf bis zehn Minuten braucht. Die Zeit davor, die es benötigt, um sich dazu aufzuraffen und zum Tun zu motivieren, ist oftmals ungleich länger und macht so aus einer eigentlich kurzen Tätigkeit einen großen, fast unüberwindbaren Berg.

Kleine Arbeiten zuerst erledigen

Suchen Sie sich mehrere Arbeiten, die höchstens zehn Minuten Zeit brauchen. Dafür sollen Sie in den Raum gehen, über dessen Unordnung Sie sich heute schon am meisten geärgert haben. Meist sind dies „öffentliche Räume“, die auch Besucher zuerst sehen und die Ihnen vielleicht „peinlich“ sind. Schauen Sie nicht in den ganzen Raum, sondern nur auf kleine Ecken und abgrenzbare Bereiche. Suchen Sie sich mehrere kleine Arbeiten aus und notieren Sie diese auf einem Zettel. Kleine Arbeiten könnten sein „Esstisch abräumen“, „um und unter dem Esstisch saugen“ oder „Stühle rund um den Esstisch abstauben“. In keinem Fall sollte nie eine allgemeine Bezeichnung wie „Esszimmer aufräumen“ auf dem Zettel stehen, da dies zu unpräzise ist. Stellen Sie sich den Wecker in zehn Minuten-Etappen und erledigen Sie jede Arbeit nach und nach und in der Reihenfolge des Zettels. Eine erledigte Arbeit kann – zur Selbstkontrolle – mit den Minuten versehen werden – und sollte – zur Selbstmotivation – durchgestrichen werden.

Ortswechsel möglichst vermeiden

Sehr oft passiert es, dass man nicht bei einer Aufräumstelle bleibt. Wenn man den Esstisch abräumt, stellt man zum Beispiel fest, dass auch die Küche mal wieder aufgeräumt oder geputzt werden müsste. Lassen Sie sich aber nicht von dem selbst gesteckten Ziel ablenken. Es wird nur das verräumt, was zum Punkt "Esstisch abräumen" gehört. Wenn Sie merken, dass Sie doch etwas anderes tun, gehen Sie zurück zu dem Zettel und arbeiten Sie diesen weiter Punkt für Punkt ab.

Nur höchsten drei bis vier Punkte vornehmen

Überfordern Sie sich nicht. Drei bis vier durchgestrichene Punkte auf Ihrem Zettel genügen für den Anfang. Sie werden sehen, welch ungeheure Befriedigung Sie erfahren, wenn Sie dies konsequent durchgearbeitet haben. Nehmen Sie sich danach die Zeit, das Geleistete zu bewundern und sich selbst zu loben. Belohnen Sie sich. Es gibt Dinge, die Sie gerne tun. Ein Eis essen, ein Buch lesen oder auch mit Freunden telefonieren. Schauen Sie auf die tatsächliche Zeit, die Sie dafür gebraucht haben, eine Ecke in Ihrer Wohnung aufzuräumen. Sie werden verblüfft sein, dass es vielleicht nur eine halbe Stunde Aufwand war, die aber ein großartiges Ergebnis erzielt hat.

Setzen Sie sich neue Ziele

Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, dann setzen Sie sich neue Ziele. Ob am gleichen Tag oder für den nächsten, bleibt Ihnen überlassen. Gehen Sie dazu durch die ganze Wohnung und schauen Sie sich mindestens drei Minuten in jedem Raum um. Sie werden Stellen bemerken, die Sie schon lange stören, aber die Sie immer wieder ausgelassen haben. Konzentrieren Sie sich auch hier wieder auf die einzelnen Stellen und lassen Sie sich nicht von Gedanken wie „der ganze Raum ist ein einziges Chaos“ frustrieren. Versuchen sie auch in einem allgemein chaotischen Zimmer ein paar kleine „Aufräum-Etappen“ zu finden, die sie wieder auf einen Zettel schreiben, um diese – wie oben beschrieben – abzuarbeiten.

Krankhafte Ursachen für Unordnung sind möglich

Wer allerdings unter dem Messie-Syndrom (mess = Unordnung, Dreck, Durcheinander...) leidet, sollte in jedem Fall einen Therapeuten aufsuchen, da der Zwang zum Horten von oft unnützen Dingen meist eine psychische Ursache hat. Auch Menschen mit ADS (AufmerksamkeitsDefizitSyndrom) oder ADSH (AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsSyndrom) leiden meist unter der eigenen Unordnung. Die oben genannten Tipps können hilfreich sein, ersparen aber bei starkem Leidensdruck nicht den Gang zum Arzt.


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Aufräumtipps: Unnützes wegwerfen, ausmisten
Autor: Gudrun-Aimée Spalke
Veröffentlicht: 12.03.2008

in http://persoenlichkeitsentwicklung.suite101.de/print_article.cfm/sammeln_oder_wegwerfen

Das Rezept gegen volle Keller und überquellende Schränke heißt: aussortieren, ausmisten, wegwerfen und weniger anschaffen. Lassen Sie los und schaffen Sie Platz für Neues

Haben sie einen überfüllten Kleiderschrank und trotzdem nichts zum anziehen? Sammler sagen: „Vielleicht brauche ich das noch“ und horten alte Kugelschreiber und Plastiktüten. Bloß was tun, wenn das Haus und der Keller voll sind? Wer hat der hat, aber wer zuviel hat, verliert den Überblick. Da hilft nur Aufräumen und Aussortieren. Diese 10 Tipps helfen Ihnen dabei.

Überlebensstrategie Sammeln

Sammeln und Jagen waren in der Steinzeit wichtige Überlebensstrategien. Wer essen wollte musste jagen oder einsammeln. Auch das Horten von Nahrung für Notzeiten war überlebenswichtig. Im Zeitalter der industriellen Überproduktion ist Jagen und Sammeln überflüssig geworden. Trotzdem treibt unser unbewusster Jagdtrieb uns dazu allerlei Nützliches und Unnützes zu sammeln. Volle Keller, Gerümpel hinter der Tür, wir ersticken am Zuviel und finden trotzdem nicht das, was wir brauchen. Warum können wir uns nicht trennen von all den Dingen?

Besitz veschafft Sicherheit

Wer für Notzeiten hortet fühlt sich sicher. Außerdem geben uns die vertrauten Dinge unserer Umgebung ein Gefühl von Geborgenheit und Orientierung. Wir heben Dinge auf, weil sie uns an etwas Schönes erinnern, oder weil wir denken, dass wir sie noch gebrauchen können. Wir wollen keinen Mangel erleiden und außerdem, so die Rechtfertigung der Sammler, kostet aufheben nichts. Das stimmt leider so nicht!

Besitz kostet Zeit und Kraft

Selbst wenn sie Omas Kaffeeservice geerbt haben, kostet es Sie etwas. Es muss gereinigt und einsortiert werden. Es braucht einen Platz. Vielleicht muss ein Schrank dafür angeschafft werden. Die Dinge binden unsere Aufmerksamkeit, auch wenn uns das nicht bewusst ist. Wir verdrängen den Gedanken an die nicht reparierte Lampe und räumen sie für später in den Keller. Meistens kommt der Zeitpunkt sie zu reparieren nie, denn wir sind so beschäftigt mit alltäglichen Dingen. Auf diese Weise wird ein Teil unserer Energie ständig absorbiert und das schwächt uns.

Tipp 1: Verhalten bewusst machen

Machen Sie sich bewusst, dass Jagen in unserer modernen Zeit für unser Überleben nicht notwendig ist. Angesichts ständig geöffneter Supermärkte brauchen Sie den Hungertod nicht fürchten. Natürlich jagen wir gerne nach Dingen, weil wir es wollen: Briefmarken, niedliche Enten, Spielzeugautos. Sammeln kann man alles. Auch hier gilt: zuviel wird schnell zur Last

Tipp 2: aussortieren durch vererben

Wenn die Kaffeemaschinensammlung drei Regale füllt, sollten Sie überlegen, ob Sie diese einem Museum spenden. Behalten Sie die drei schönsten Stücke und vererben Sie den Rest

Tipp 3: ausmisten durch ersetzten

Fotogafieren Sie jedes Exponat ihrer Sammlung und kleben Sie daraus ein Fotoalbum. Sie können die Bilder auch auf ihrer Festplatte speichern. Das nimmt noch weniger Platz weg.

Tipp 4: kleine Dinge sammeln

Es müssen ja keine antiken Schränke sein. Wenn Sie Urlaubsandenken sammeln, bringen Sie Streichholzpäckchen mit oder Zuckertütchen. Letzten Endes sollen uns diese Dinge nur erinnern. Ihr Wert bezieht sich nicht aus der Sache selbst, sondern aus ihrer Verbindung mit einem angenehmen Gefühl.

Tipp 5: etwas Altes wegwerfen wenn das Neue da ist

Wenn Sie etwas anschaffen, werfen Sie dafür etwas Altes weg. Das geht gut bei Schuhen, Kleidung, Elektrogeräten und Möbeln.

Tipp 6: eine Frist zum Wegwerfen setzten

Sie können die aussortierten Sachen verkaufen, verschenken oder wegwerfen. Egal wie Sie sich entscheiden, tun Sie es gleich oder nach Plan. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich die Dinge wieder ansammeln.

Tipp 7: zuerst die kleine Schublade aussortieren

Wenn Sie überwältigt sind von der Aufgabe ihre Küche auszumisten, beginnen Sie mit dem Kühlschrank. Das dauert keine halbe Stunde. Oder räumen Sie wenigstens die Besteckschubalade aus.

Tipp 8: weniger kaufen heißt Müll reduzieren

Vermeiden Sie Spontankäufe. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die tollen Schuhe kaufen sollen, lassen Sie sie lieber stehen. Überschlafen Sie die Sache. Auf diese Weise sparen Sie viel Geld.

Tipp 9: den eigenen Stil finden ist Müll vermeiden

Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie den Minirock brauchen. Überlegen Sie genau was zu Ihnen passt. Ihre Kleidung und ihre Wohnung sollten ihre Persönlichkeit wiederspiegeln. Finden Sie zur Einfachheit.

Tipp 10: nicht für andere aufräumen

Wenn Sie für andere aufräumen, müssen Sie das immer wieder tun, weil das Chaos ständig neu entsteht. Außerdem reagieren die meisten Menschen empfindlich, wenn man ihre Sachen wegwirft. Tolerieren Sie, dass Jeder eine andere Auffassung von Ordnung hat und kümmern Sie sich ausschließlich um ihre eigene Unordnung.

Bücher zum Thema:

Rita Pohle, Weg damit! Das 7-Tage Schnellprogramm, Ariston Verlag, 2005

W.T. Küstenmacher, Simplify your Life, Campus Verlag, 2006

<ul><li>http://persoenlichkeitsentwicklung.suite101.de/article.cfm/hilfe_meine_wohnung_erstickt_im_chaos</ul>

Re: Hilfe! Meine Wohnung erstickt im Chaos...Tipps... Danke, liebe Eva!!! glg (n/t)

Schlumpfine, Samstag, 09.05.2009, 15:37 (vor 6106 Tagen) @ Eva

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Re:@ Schlumpfine: Willkommen zurück! (n/t)

Mila, Sonntag, 10.05.2009, 11:31 (vor 6105 Tagen) @ Schlumpfine

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